Der Rottweiler Jahresaltar

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a geistreich member
Created at: 2015-06-24
Last major update at: 2015-06-24
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Bildende Kunst und Ausstellungen, Kirchenraum und Kirchenpädagogik
Institutions
Evangelische Kirchengemeinde Rottweil in Rottweil
Keywords
Target audiences
Practitioners
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Preparation: no information
Execution: no information
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Abstract

Der Rückaltar des barocken Hauptaltars in der Rottweiler Predigerkirche lässt Raum für gegenwärtige künstlerische Gestaltungen. Er wird jährlich neu gestaltet.

Situation / context

Mit dem sogenannten Psallierchor, dem Oratorium hinter dem Hochaltar, birgt der Chorraum der Predigerkirche einen ganz besonderen liturgisch und ästhetisch reizvollen Ort. In den 14 Stallen des barocken Gestühls kamen die einst die Mönche zu den Stundengebeten zusammen. Der Vergewisserung der Zeitläufe dient zudem bis heute eine symbolische Veranschaulichung der vier Jahreszeiten, die als spätbarocke Stukkatur an der Stelle des gotischen Schlusssteins in der Mitte der 7/12 Apsis ausgeführt ist. An der Rückwand des Hochaltars steht ein barocker Altaraufbau - jedoch ohne Altarblätter.

Goals

Raum wird verfremdet und neu erfahrbar.

Reflection / background

Diese Kirche, deren Geschichte bis ins Jahr 1227 zurückreicht, ist noch einmal gut vier Jahrzehnte älter als der Chorraum, für den Albertus Magnus im Jahr 1268 den Grundstein legte. Hier im Psallierchor jedoch kann man am ehesten einen Eindruck von der gotischen Erscheinung der Kirche zu gewinnen. Hier erleben wir das Licht dieses sieben/zwölftel Chorschlusses. Hier streben nach wie vor Fenster in gotischen Leibungen nach oben. Der gotische Chorraum, der gewiss auch farbige Fenster hatte, mutierte im Rahmen eines spätbarocken Gesamtkunstwerks zum zweigeteilten Raum, der hinter dem Hochaltar das kleine Oratorium für die Dominikaner vorsah.

General information on realization

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Preparation

Im Rahmen eines vom Kirchenbezirk Tuttlingen unterstützten Projektes wurde hier ab 2010 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit gegeben, eine temporäre Altargestaltung vorzunehmen

Realization

Jeweils für die Dauer von einem Jahr führte Gegenwartskunst im barocken Rahmen zu einer spannenden ästhetischen Begegnung verschiedenen künstlerischer Positionen und Stile und lud zudem zu einer neuen liturgischen Wahrnehmung des Altars und des ganzen Psallierchores ein.
In 2010 zeigte der Bildhauer Prof. Franz Gutmann aus Münstertal einen Kruzifixus im Hauptblatt sowie eine geöffnete Hand im Oberblatt. Die anschließende Arbeit der Holzschneiderin Martina Geist aus Stuttgart - zwei Holzschnitte - trug den Titel "Stuhl 2011".
Der Jahresaltar 2012 wurde von dem Maler und Performancekünstler Uwe Schäfer (www.uweschaefer-kunst.de ) aus Stuttgart gestaltet: eine dreiteilige Arbeit (Leinwand auf Holz mit Öl und Acryl). 

Für 2013/14 hat Angelika Weingardt (www.angelikaweingardt.com/ ) sich dieser Aufgabe gestellt und eine schwarze Spiegel-Installation in Verbindung mit der auf den Altarkasten applizierten Frage "Was sucht Ihr?" geschaffen. Eine Arbeit, deren Faszination sich über eine Fotographie nur annäherend erahnen lässt, die die Betrachter aber vor Ort in jedem Fall zur Auseinandersetzung herausfordert.

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

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Adopted and refined

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    • © by Bastian Gierth, www.gierth-design.de
      Oberartikel zum Thema Innenraum der Kirche, Sakralgegenstände und Kirchenführung.
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