Ideenaustausch praktisch: PATONGO-Storm

Author
a geistreich member
Created at: 2010-09-28
Last major update at: 2010-09-28
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Personalwesen
Institutions
Kirchenamt der EKD in Hannover and PATONGO-Konsortium in Hagen
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: 14 Tage
Execution: 1 Tag
Votes
3 votes
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Schnappschuss aus dem Forum auf der Zukunftswerkstatt

Abstract

Dieser Erfahrungsbericht beschreibt ein Workshop-Modell, in dem das Lernen mit Unterstützung von Computersystemen stattfand. Schwerpunkt war der Erfahrungsaustausch zwischen Mitarbeitenden in der Kirche.

Situation / context

Lernen und Erfahrungsaustausch in der Kirche wird als kooperativer Lernprozess von Computersystemen unterstürtzt. Die Computer helfen dabei, Menschen mit ähnlichen Interessen zusammenzubringen, sodass sich Diskussionen entwickeln, in denen voneinander gelernt werden kann.

Goals

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Reflection / background

Im Projekt PATONGO (vgl. www.patongo.de) soll ein Prozess zum Auffinden von Lösungsideen und Herausforderungen genutzt werden, um den Austausch zwischen Praktikern in der Evangelischen Kirche in Deutschland zu verbessern. Neben der großen Zahl von Mitarbeitenden (ca. 250000 hauptamtlich und über 1 Mio. ehrenamtlich arbeitende Personen) zeichnet sich die Evangelische Kirche in Deutschland durch eine hohe räumliche Verteilung in Gemeinden und ein breites Spektrum von Handlungsfeldern aus. Sowohl das Berufsbild des Pfarrers als auch das Aufgabenspektrum von ehrenamtlichen Kirchenvorstandsmitgliedern zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass immer wieder neue Handlungsfelder in leitender Funktion gestaltet werden müssen.

Obwohl der Großteil der Arbeit dieser Personen in konkreten Gemeinden stattfindet ergeben sich dennoch sporadisch Möglichkeiten zur persönlichen Begegnung auch über Gemeindegrenzen hinweg. Treffen zwischen Leitenden dienen oft dem informellen Austausch von Erfahrungen – auf Grund der Vielfalt von Themen ist hier jedoch nicht immer sichergestellt, dass Mitarbeitende mit spezifischen Herausforderungen auf andere Mitarbeitende treffen, die zu vergleichbaren Herausforderungen schon Erfahrungen sammeln konnten. Ein koordinierter Austausch wäre bei solchen Treffen hilfreich, sodass Kontakte zwischen sich ergänzenden Mitarbeitenden hergestellt würden.

Der hier präsentierte Workshop ist ein Beispiel, wie ein solcher Austausch zielgerichtet gestaltet werden kann.

General information on realization

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Preparation

 Zunächst galt es, den Workshop-Ablauf zu gestalten.

Vereinfacht besteht der Workshop aus zwei Phasen (und zusätzlichen Plenar-

Workshop-Ablauf. Quelle: Schümmer

Phasen). In einer ersten Sammlungsphase diskutieren Kleingruppen intern über gelungene Projekte und Herausforderungen. Diese schreiben sie nach einer kurzen Diskussion auf. In einer Plenarphase werden ausgewählte Ideen und Herausforderungen aufgenommen. Dann schließt sich eine zweite Arbeitsphase an, in der die Grupen auf die Beiträge anderer Gruppen reagieren. 

Interessenten konnten sich im Vorfeld zu dem Workshop anmelden. Das Workshop-Settiung wurde von uns so weit vorbereitet, dass für die Teilnehmenden ausreichend Computer vorhanden waren.

Außerdem wurde eine Software erstellt, die eine semantische Vernetzung der Ideen ermöglicht. Computer und Software wurden vor dem Workshop aufgebaut, sodass die Teilnehmenden einen fertig vorbereiteten Raum betraten.

 

Materialien

Computer, WLAN-Access-Point, Projektor, Leinwand, PATONGO-Storm-Software

 

Kosten

 Da die Software zur Workshopunterstützung erst entwickelt werden musste, waren die Kosten sehr hoch (im Rahmen von Personenmonaten). Allerdings ist jetzt die Software vorhanden, weshalb ein erneuter Einsatz relativ günstig sein könnte. Lediglich die Ausleihe von Rechnern könnte ein Kostenfaktor sein, wir haben hier jedoch auf den Rechnerpool einer Hochschule zurückgreifen können und es ist wahrscheinlich, dass man auch in anderen Umfeldern inzwischen relativ einfach an eine ausreichende Menge von Leih-Notebooks kommen kann.

Realization

Der Workshop fand im September 2009 im Rahmen der Zukunftswerkstatt der EKD statt. Erfahrene Praktiker und Multiplikatoren kirchlicher Arbeit aus ganz Deutschland haben sich bei dieser Veranstaltung für zwei Tage in Kassel getroffen, um über neue Formen des kirchlichen Handelns zu diskutieren. Ein Angebot bei dieser Veranstaltung war ein Workshop zur Vernetzung von Praktikern mittels Web-2.0-Techniken. In diesem Workshop kam PATONGO-Storm zum Einsatz. An dem Workshop nahmen 24 Personen im Alter von 27-68 Jahren teil, die in 12 Gruppen zu je zwei Personen an einem Rechner saßen. Ein drittel der Teilnehmenden war weiblich, zwei drittel männlich. Alle hatten umfangreiche Erfahrung im Umgang mit Computern.

Der Workshop dauerte insgesamt 90 Minuten. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik verbrachten die Gruppen zunächst 21 Minuten in der ersten Phase, in der Ideen und Herausforderungen gesammelt wurden. Dann wurden die gefundenen Inhalte auf einer Deutschlandkarte visualisiert und drei Ideen im Plenum mit den Autoren der Idee diskutiert. Danach hatten die Teilnehmenden wiederum etwa 20 Minuten Zeit, Ideen anderer Gruppen zu kommentieren, neue Ideen auf Herausforderungen von anderen Gruppen vorzuschlagen und über Inhalte allgemein zu diskutieren. Im Anschluss wurden noch Konzepte diskutiert, wie der Austausch auch über den Workshop hinaus fortgesetzt werden könnte. Den Abschluss bildete eine Feedbackrunde zu den Eindrücken aus der Interaktion mit PATONGO-Storm.

In der ersten Phase (Dauer ca. 20 min) wurden von den 12 Teilnehmergruppen 31 Ideen und 26 Herausforderungen berichtet, in der zweiten Phase (Dauer ca. 22 min) lieferten die Gruppen 85 Beiträge. Die Beiträge deckten ein sehr breites Themenspektrum ab. Durch die semantsiche Vernetzung der Beiträge konnte dennoch sichergestellt werden, dass alle Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kamen. Es entwickelten sich intensive Dialoge zu den Projekten und den Fragen zwischen den Gruppen.

Wrap up & follow-up actions

Zum Zeitpunkt der Zukunftswerkstatt gab es geistreich.de noch nicht. Insofern konnten wir die geäußerten Ideen und Herausforderungen leider nicht dauerhaft weiter bearbeiten. In zukünftigen Workshops könnte das anders sein. Hier wäre denkbar, dass die Diskussionen direkt in ideenreich eiungehen und so die Grundlage für neue Praxisberichte und Artikel auf geistreich bilden.

Effect / experience

Mit einem kurzen Fragebogen befragten wir am Abschluss der Veranstaltung die Teilnehmenden über ihre Eindrücke. Deutlich wurde, dass der Austausch über gute Praxis ein wichtiges Anliegen ist. Der Workshop wurde positiv bewertet.

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