Mehrgenerationen-Gottesdienst zum Volkstrauertag

Author
a geistreich member
Created at: 2010-10-21
Last major update at: 2010-10-21
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Alternative Gottesdienste, Volkstrauertag, Frieden, Gerechtigkeit, Schöpfung
Institutions
Kirchengemeinde Meiendorf-Oldenfelde in Hamburg
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: drei Vorbereitungsabende
Execution: Gottesdienst (eine Stunde)
Votes
one vote
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Soldatenfriedhof

Abstract

Der Gottesdienst zum "Kasus Volkstrauertag" wird von einem Mehrgenerationen-Team vorbereitet und durchgeführt.  Ziel des Projektes ist, einen offenen Dialog zwischen den Generationen zu diesem schwer greifbaren Thema zu ermöglichen, voneinander zu lernen und die unterschiedlichen Perspektiven in den Gottesdienst am Volkstrauertag einfließen zu lassen.

Situation / context

Verschiedene Generationen werden miteinander  ins Gespräch gebracht.

Goals

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Reflection / background

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General information on realization

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Preparation

An drei Abendterminen treffen sich jeweils vier ältere (ab 65 Jahre) und  vier jüngere (ca. 14 Jahre) Gemeindeglieder zum Gespräch.
Am ersten Abend kommen die Teilnehmer über Brainstorming und ausführliche Erlebnisberichte über ihre Erfahrungen mit dem Volkstrauertag bzw. "Volk" und "Trauer" ins Gespräch.
Am zweiten Abend geht es in einem Vortrag zunächst um die geschichtliche Entstehung und Entwicklung des Volkstrauertages in Deutschland. Im Folgenden wird sich in einer Bibelarbeit mit dem vorgesehenen biblischen Text für den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr beschäftigt. Die Teilnehmenden werden gebeten, mit einer kreativen Arbeit die Bibelarbeit bis zum nächsten Vorbereitungsabend zu Hause fortzusetzen.
(Da der Predigttext bei der konkreten Durchführung dieses Projekts 2. Kor. 5, 1-10 war, lautete die  "Hausaufgabe": Jede/r Beteiligte wählt eines der während des Abends mit dem Text assoziierten "Bilder" aus und malt bis zum nächsten Treffen auf DIN-A3 ein Bild dazu.)
Beim dritten Abend stellen sich alle gegenseitig ihr Bild vor und tauschen sich darüber aus. Darauf aufbauend wird der Gottesdienst geplant.

Die Liedvorschläge werden mit der Jugendband besprochen. Texte und Aufgaben werden besprochen, verteilt und geprobt.

Die Stühle sind im zum Altar hin in einem offenen Oval aufgestellt.
Auf dem Boden in der Mitte des Ovals befinden sich ein großer Blumenstrauß, eine große brennende Kerze, Körbe mit Teelichtern und mit Steinen.
Des Weiteren sind drei große Farbtücher ausgebreitet, die die gemalten Bilder verdecken.

Eine Klangschale mit Klöppel und Kissen liegt auf dem Altar, außerdem ein Fürbittengebetsbuch mit Stift. Liedermappen bzw. -zettel sind am Eingang bereitzuhalten.

Realization

 Während des Vorspiels wird das Fürbittengebetsbuch mit Stift in die erste Reihe gegeben, so dass jede/r eigene Bitten eintragen und das Buch weitergeben kann.
Zur Begrüßung  wird ein Eingangswort gesprochen und drei Kerzen als Symbol der Trinität entzündet.
In einem Dialog mehrerer Mitglieder der Vorbereitungsgruppe aus beiden Altersgruppen werden nach dem Lied "Kumbaya my Lord" die Assoziationen zum Volkstrauertag zum Ausdruck gebracht und einem Gebet zusammengefasst.
Nach dem Lied "Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt ..." wird von eine/r Lektor/in zunächst der Predigttext gelesen. In der Predigt werden die gemalten Bilder der Gemeinde vorgestellt und mit dem Predigttext in Beziehung gesetzt. Dabei kommen besonders die von der Vorbereitungsgruppe erarbeiteten Aspekte "Vergangenheit", "Gegenwart" und "Zukunft" zum Tragen.
Nach der Predigt wird zu einem Ritual übergeleitet, bei dem die Gottesdienstbesucher die Gelegenheit bekommen, Teelichter oder Steine in den Altarraum zu legen. Dabei singt die Gemeinde mehrmals "O Lord, hear my prayer".
Im folgenden Fürbittengebet werden die von der Gemeinde aufgeschriebenen Fürbitten vor Gott gebracht. Nach jeweils zwei Bitten aus dem Fürbittenbuch wird gesungen:  "O Lord hear my prayer".
Nach Vaterunser und Abkündigungen steht die Gemeinde auf und legt dem jeweiligen linken Nachbarn die Hand auf die Schulter, während der/die Pfarrer/in den Segen spricht.
Die Mitgestaltenden ziehen nach dem Lied "Verleih uns Frieden gnädiglich" gemeinsam aus der Kirche aus.
Zwei Mitwirkende stellen sich am Ausgang mit je einem Kollektenbeutel auf, sammeln die Kollekte ein, verabschieden die Menschen, laden zum Kirchencafé ein.

 

Materialien

  • Blumenstrauß, Kerzen, Körbe mit Teelichtern und Steinen, drei große Farbtücher ausgebreitet, die die gemalten Bilder verdecken, Klangschale mit Klöppel, Kissen liegt Fürbittengebetsbuch mit Stift, Liederzettel

Wrap up & follow-up actions

Kirchencafé

Effect / experience

Alle Beteiligten haben beim ersten Vorbereitungsabend sehr aufmerksam, interessiert und auch positiv überrascht die Erzählungen der jeweils anderen Generation aufgenommen.
Sowohl von den älteren als auch für die jüngeren Teammitglieder sowie auch von den Gottesdienstbesuchenden gab es viele gute Rückmeldungen.
Bedauert wurde im Vorbereitungskreis der zunehmende Zeitdruck. Inhaltliche Gespräche mussten abgebrochen werden, weil die Vorbereitung des Gottesdienstes zunehmend im Vordergrund stand. Ein Teil der Proben konnte erst am Sonntagmorgen stattfinden.
Daher ist bei einer Wiederholung des Projektes ein vierter Vorbereitungsabend sinnvoll.

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