Miteinander Wege finden - im ländlichen Raum

Author
a geistreich member
Created at: 2011-02-25
Last major update at: 2011-02-25
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Organisationsentwicklung, Supervision und Mentoring, Kirche in der Fläche und Landwirtschaft
Institutions
Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision der EKHN in Friedberg (Hessen)
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: vorbereitende Besuche je 2 Stunden, Workshop-Tag
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2 votes
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AG Land

Abstract

"Wandeln und gestalten" in Ihrer Gemeinde: 25 Gemeinden aus verschiedenen ländlichen Räumen der EKHN wurden mit Milieu- und Prognosezahlen vor Ort besucht, um die je eigene Situation neu sehen zu lernen. An einem Workshop-Tag spielten die Gemeinden sich dann Erfahrungen, Ideen und Wege zu.

Situation / context

Kleinstadt und ländlicher Raum in Westdeutschland.

Goals

Gemeinden wollen über die eigene "Kerngemeinde" hinausschauen und können sich dann selbst am besten mit ihren Erfahrungen, Ideen und Wegen bereichern und helfen.

Reflection / background

Im Jahr 2007 hat eine Arbeitsgruppe der EKD unter Vorsitz von Bischof Martin Hein, Kassel, die Schrift „Wandeln und gestalten. Missionarische Chancen und Aufgaben der evangelischen Kirche in ländlichen Räumen“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Darin werden u.a. 7 Typen ländlicher Gemeinden vorgestellt, ihre je spezifischen Charakteristika erläutert und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie sie mit ihrer Situation als Kirche zukünftig umgehen könnten.

 

General information on realization

Bei einem Workshop-Tag im ZOS (Zentrum für Organisationsentwicklung und Supervision der EKHN, heute IPOS) am 7. März 2009 sollten sich nun erstmals Gemeinden gleichen Typus aus verschiedenen Gegenden der EKHN in Arbeitsgruppen treffen. Die AG Land des ZOS ging und geht davon aus, dass das gemeinsame Wahrnehmen, Verstehen und Deuten der je ähnlichen bzw. gleichen Situation helfen kann und wird, sich selbst über Ziele der eigenen Entwicklung und Arbeit zu verständigen und Handlungskonzepte zu entwickeln. Natürlich erfordert dies einen längeren Prozess, aber am 7. März sollte und konnte damit gemeinsam begonnen werden.

Um einen guten Ablauf der Tagung zu gewährleisten, wurden alle interessierten Gemeinden vor dem 7. März von einem Mitarbeiter des ZOS besucht. Dazu mehr unter dem Punkt "Vorbereitung".

 

Kosten

wurden für den Workshop-Tag von den beteiligten Gemeinden getragen, ansonsten hat das ZOS die Arbeitszeit zur Verfügung gestellt.

   

Mitarbeitende

AG Land des ZOS heute IPOS), ca. 12 Personen, Pastor/innen und Ehrenamtliche aus 17 Gemeinden

   

Preparation

Die Vorbereitung auf den 7. März verlief zunächst vor allem durch die einzelnen Besuche in den Gemeinden. Auf die Veranstaltung wurden die Gemeinden durch verschiedene Veröffentlichungen aufmerksam gemacht, so dass sich jede Gemeinde hat anmelden können.

Bei dem Besuch in der Gemeinde hat die Gemeinde selbst festgelegt, ob er im Kirchenvorstand oder in einer Arbeitsgruppe oder in einer für alle öffentlichen Veranstaltung stattfinden solle. Präsentiert wurden dabei dann Milieu-Zahlen nach Sinus und Prognosezahlen der Bertelsmann-Stiftung sowie die Typisierung nach "Wandeln und Gestalten". Am Ende des Abends haben die Gemeinden über den Bereich der Kerngemeinden und über die jeweilige Gegenwart hinausgeschaut auf die Breite der Lebenswelten und Milieus und auf die prognostizierte zukünftige Entwicklung hin. Jeder und jede Teilnehmende konnte dann auch emotional begründet eine Typisierung der eigenen Gemeinde vornehmen.

 

Material

Milieu-Studien und Prognose-Zahlen

Realization

Da es sich bei den Besuchen sehr schnell abzeichnete, dass die angemeldeten Gemeinden nur wenigen der in "Wandeln und Gestalten" beschriebenen Gemeindetypen angehören würden, wurde der Schwerpunkt des Workshop-Tages auf die inhaltliche Arbeit gelegt. Konkret wurde in der Gestalt des World-cafés an fünf verschiedenen Stationen zu den Themen "Milieus", "Kinder und Jugend", "Neubürger und Neuzugezogene", "demographische Entwicklung" und "Gottesdienst" gearbeitet. Dabei gab es einen großen Schwung im sich gegenseitigen Zuspielen eigener Ideen, Erfahrungen und Lösungsansätze.

Wrap up & follow-up actions

Das ZOS bietet den Gemeinden weitere Begleitung insbesondere nach der Neuwahl der Kirchenvorstände an (also dann, wenn es darum geht, Schwerpunktsetzungen, neue Wege auch anzugehen bzw. umzusetzen). Daneben liegt eine umfangreiche Dokumentation über das Projekt vor. Daneben hat sich die AG Land des ZOS aufgrund der gemachten Erfahrungen auch nochmals mit der Schrift "Wandeln und gestalten" auseinandergesetzt. Auch dazu liegt eine Ausarbeitung vor.

Effect / experience

Die Rückmeldungen waren in der Regel positiv. Der Austausch in dieser Form wurde als neu und hilfreich empfunden.

Bei der einen oder anderen Gemeinde wurde bedauert, dass zu wenig Rückmeldungen aus Gemeinden gekommen seien, die weiter entfernt von den Ballungsräumen der EKHN beheimatet sind. Diese Beobachtung, dass sich durch diesen Workshop -Tag eher "stärkere, selbstbewusste" Gemeinden angesprochen gefühlt haben, ist uns ganz wichtig.

Das Vertrauen in die Wandlungsfähigkeit von Gemeinden vor Ort ist berechtigt. Es sollte noch weiter und stärker nach Möglichkeiten geschaut werden, dass die Gemeinden ihre guten Ideen auch einander zuspielen und Freude daran gewinnen, vorhandene Grenzen und Begrenzungen wenigstens probeweise auch hinter sich zu lassen.

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