Mitgliederbefragung

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a geistreich member
Created at: 2010-03-30
Last major update at: 2010-03-30
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Mitgliederbindung
Institutions
Evangelische Kirchengemeinde Hochdahl in Erkrath
Keywords
Target audiences
Practitioners
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Mitgliederbefragung

Abstract

Eine Mitgliederbefragung aller über 14 Jährigen der Kirchengemeinde über ihre Haltung zu Glaube, Kirche und speziell ihrer Kirchengemeinde im Zehn-Jahresvergleich.

Situation / context

Die Mitgliederbefragung ist aus Sicht des Leitungsgremiums eine Dialoginitiative mit großer Öffentlichkeitswirkung, ein Instrument zur Qualitätsverbesserung und zur richtigen Schwerpunktsetzung der Arbeit.

Goals

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Reflection / background

1997 startete die Gemeinde einen breit angelegten Dialogprozess und befragte alle ihre Mitglieder ab 14 Jahren über ihre Meinung zu Kirche und Glauben und ihre Erwartungen an ihre Kirchengemeinde. Die Idee zur Gemeindebefragung entstand aus der Arbeit in einem Strukturausschuss, der an Zukunftsfragen der Gemeinde arbeitete. Das Experiment gelang: Von allen angeschriebenen Mitgliedern der Kirchengemeinde kamen über 1.200 Fragebögen oder 15%  beantwortet zurück. Ebenfalls in den Dialogprozess wurden diejenigen einbezogen, die innerhalb der letzten 3 ½ Jahre ausgetreten waren. 7,5% davon beteiligten sich. (Die Ergebnisse der ersten Befragung). Auch das Echo in der Öffentlichkeit war enorm. Das Presbyterium, der Kirchenvorstand, hat aus dieser ersten  Mitgliederbefragung viel gelernt. (Mehr Informationen zur Auswirkung der  ersten Mitgliederbefragung im Rückblick nach  zehn Jahren). Das Presbyterium beschloss, diesen Dialog nach zehn Jahren fortzusetzen.

General information on realization

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Preparation

Seit Juni 2007 traf sich die vierköpfige Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Gemeindebefragung, in der Regel monatlich für drei Stunden. Es wurde in der ersten Phase ein Arbeits- und Zeitplan erstellt, die aktualisierte Fassung des Fragebogens erarbeitet und die grundlegende Datenbank von einem Experten in Absprache mit der Gruppe erstellt.

Realization

 In einer zweiten Phase ab Ende September 2007 stand die Durchführung der Aktion und ihre Kommunikation nach innen und außen und die parallele Erfassung der Daten im Mittelpunkt. Zum Reformationstag 2007 erhielten wieder alle Gemeindeglieder Post von ihrer Kirchengemeinde. Sie sollten bis zum 15.12.2007 zurückgegeben werden. Sieben von zwölf Fragen des Fragebogens waren identisch und ermöglichen so einen Vergleich über 10 Jahre hinweg. Einige Fragen erlauben sogar einen deutschlandweiten Vergleich. Neu hinzugekommen sind insbesondere Fragen zur Nutzung und Bewertung der konkreten gemeindlichen Angebote. Auf eine Befragung der Ausgetretenen wurde bei der zweiten Befragung verzichtet. Menschen nutzten die Gelegenheit, ihrer Kirchengemeinde ihre Meinung zu sagen. Das waren mit 15% der Beteiligten prozentual gesehen genauso viele wie bei der ersten Gemeindebefragung, die durch ihre Rückmeldungen wieder für eine repräsentative, zuverlässige und aussagekräftige Datenbasis sorgten. Die wichtigsten Ergebnisse wurden im April 2008 in einer Sondernummer des Gemeindebriefes vorgestellt. Hierfür gab es hochkarätige Unterstützung durch die Vizepräses der Ev. Kirche im Rheinland, Frau Petra Bosse-Huber, und zwei Journalisten vom evangelischen Magazin "Chrismon" bzw. "Chrismon Plus Rheinland". Die lokale und selbst die überregionale Presse berichtete und platzierte positive Schlagzeilen. Vor der Veröffentlichung nach außen waren bereits die Mitarbeitenden der Kirchengemeinde in einer Mitarbeiterversammlung über die wichtigsten Ergebnisse informiert worden. Bei einer Gemeindeversammlung im Mai diskutierten rund 70 Personen als "Gemeinde im Dialog" über die Umfrageergebnisse und in fünf thematischen Arbeitsgruppen. Das Presbyterium beschäftigte sich auf einem Klausurwochenende im Juni mit den Ergebnissen der Umfrage und der Gemeindeversammlung. In Arbeitsgruppen und Ausschüssen wird weitergearbeitet, um einzelne Arbeitsfelder zu evaluieren, Angebot und Nachfrage im Sinne der Mitgliederorientierung noch besser aufeinander abzustimmen und die strategische Ausrichtung der Gemeinde im Rahmen der Gesamtkonzeption mit den Ergebnissen abzuklären. Auf dem jährlichen Gemeindefest konnten sich die Besucher an Schautafeln informieren und mitdiskutieren,  wie Kirche "Werte und Normen vermitteln" soll. Im vierteljährlichen Gemeindebrief werden einzelne Aspekte aus der Befragung aufgegriffen.

 

Materialien

Datenbank, Software zur Darstellung und Auswertung der Ergebnisse

 

Kosten

Die Sonderausgabe des Gemeindegrußes wurde in der Arbeitsgruppe vorbereitet und durch Inserate finanziert, wobei sich für solch eine innovative Ausgabe auch Inserenten gewinnen ließen, die den Gemeindebrief nicht regelmäßig zur Werbung nutzen. Die Restkosten für die Gemeinde beliefen sich auf rund 6.000 EUR, wobei der größte Teil davon auf die Druck- und Versandkosten entfiel.

Wrap up & follow-up actions

Ehrenamtliches Know-How machte die Erstellung einer Datenbank und die Erstellung zahlreicher Tabellen und grafischer Übersichten und deren Einstellung ins Internet möglich. Gegen einen Unkostenbeitrag pro Fragebogen erfolgte die Eingabe aller Daten in die Datenbank. Für die professionelle Bearbeitung, Auswertung und Darstellung der Umfrageergebnisse sorgte ehrenamtlich ein Gemeindemitglied, das bei einer Firma für Unternehmens-, Marketing- und Kommunikationsforschung arbeitet.

Effect / experience


 

Adopted and refined

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      Befragung oder Mitgliederbefragung ist eine Art Bestandsaufnahme.
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