Pfingstgottesdienst auf dem Marktplatz

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a geistreich member
Created at: 2011-07-04
Last major update at: 2011-07-04
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Gottesdienst unter freiem Himmel, Alternative Gottesdienste, Regionalisierung, Pfingsten
Institutions
Ev.-Luth. Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf in Itzehoe
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Preparation: 12 Wochen
Execution: 8 Stunden
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Pfingstgottesdienst 2011 KKRM

Abstract

Pfingst-Gottesdienst des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf unter freiem Himmel auf dem historischen Marktplatz von Glückstadt (Schleswig-Holstein).

Situation / context

Interne Situation: Der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf ist vor gut zwei Jahren durch die Fusion zweier Kirchenkreise entstanden. Um die Gemeinden dieser Kirchenkreise in Kontakt zu  bringen und gemeindeübergreifende Verbundenheit zu fördern, hatte man u.a. einen zentralen Pfingsgottesdienst veranstaltet, der in Zukunft alle zwei Jahre stattfinden soll. Der erste zentrale Pfingst-Gottesdienst hatte auf dem Gelände von Schloss Breitenberg bei Itzehoe im Grünen stattgefunden. In diesem Jahr hat man dann ein städtisches Umfeld gewählt, das zudem im ehemals "anderen" Kirchenkreis liegt.

Externe Situation: Kirche wird von der Bevölkerung ebenso wie von der Presse im vorwiegend ländlich geprägten Kirchenkreis eher kleinteilig wahrgenommen und erlebt: die Gottesdienste, die Gemeinde, der Chor, die ev. Kita vor Ort, bestenfalls in der Region. Der zentrale Pfingst-Gottesdienst vermittelt - nicht nur - nach außen ein größeres Bild.

Goals

Intern: Wahrnehmung von Kirche als übergemeindlicher Institution, Wahrnehmung des "neuen" Kirchenkreises, Gemeinschaft über alte Kirchenkreisgrenzen hinaus.

Extern: Sichtbarkeit der Kirche in der Öffentlichkeit.

Reflection / background

siehe Situation/Kontext

General information on realization

Pfingsten als "Geburtstag" der Kirche bietet sich für eine Präsentation von Kirche geradezu an und erlaubt wie selbstverständlich, den Gottesdienst unter freiem Himmel, außerhalb der Kirchbauten in der Öffentlichkeit durchzuführen. 

Dafür wurde als Ort ein zentraler, attraktiver Platz gewählt, der auch ohne Veranstaltung gern besucht wird, in diesem Fall der historische Marktplatz von Glückstadt.

Für die Veranstaltung wurde öffentlich über die Presse und Plakate, kirchenintern über Newsletter (ab Dezember), Gemeindebriefe und Plakate geworben.

Den Gottesdienst leitete der Propst des Kirchenkreises gemeinsam mit seiner Stellvertreterin. Lesung und Fürbitten lagen in den Händen von Jugendlichen verschiedener Gemeinden.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von einem eigens dafür zusammengestellten Projektchor, dessen Mitglieder aus verschiedenen Gospelchören des Kirchenkreises stammen. Dazu kam ein ebenso aus verschiedenen Gruppen zusammengesetzter Posaunenchor. Viele Beteiligte haben erstmals miteinander gesungen bzw. musiziert. In jedem Fall positiv wirkt sich die Auswahl "populärer" bzw. vertrauter Kirchenlieder aus. Das gemeinsame Singen(-Können) schafft Nähe.

Direkt nach dem Gottesdienst haben der Posaunen- und der Gospelchor gemeinsam ein etwa einstündiges Konzert gegeben, das vorher ausdrücklich angekündigt war. 

Den Abschluss bildete ein Platzkonzert des örtlichen Spielmannszugs (auch als Zeichen der Verbundenheit mit der Region).

Der Platz war mit Fahnen geschmückt: Fahnen des Kirchenkreises, der Diakonie, der Stadt Glückstadt und des Landes Schleswig-Holstein. Auch das als Zeichen der Verbundenheit von Kirche und Region. 

Nach dem Gottesdienst, während der Konzerte, hatten die besucher die Gelegenheit einen Imbiss einzunehmen. Ein eigens bestellter Imbisswagen bot Bratwurst und Fischbrötchen an. Ein am Platz ansässiges Restaurant hat mit einem Stand den Getränkeausschank übernommen.

Konzert und Gastronomie sorgten dafür, dass viele Besucher noch lange nach dem Gottesdienst auf dem Platz verweilten und miteinander ins Gespräch kamen. 

Preparation

Organisatorischer Aufwand:

  • Straßensperren und Parkverbote (öffentlicher Platz), Stromanschlüsse, Bühnen (Gottesdienst, Chöre), Beschallungstechnik, Altar, Sitzgelegenheiten für Teilnehmer und mehrere Hundert Besucher, Fahnenschmuck, Gastronomie für Besucher und Versorgung der Mitwirkenden, Zugang zu Toiletten, Parkplatzsituation, Sanitäter.

Sinnvoll und notwendig ist eine enge Kooperation mit den zuständigen Behörden und Gewerbebetrieben vor Ort.

Beginn der Vorbereitung: ca. drei Monate vor der Veranstaltung.

Realization

  • Ab 7 Uhr: Aufbau von Straßensperren (Pfadfinder), Bühnen und Beschallungsanlage (Bühnen- und Konzerttechnikverleih), Stromversorgung (Marktmeister) und Sitzgelegenheiten (Pfadfinder). Tipp: Wenn die Möglichkeit besteht, empfiehlt es sich, die Bühnen bereits am Vortag aufzubauen. 
  • Ab 10 Uhr: Einrichtung der Gastronomie. Musikproben und Soundcheck. 
  • Ab 11 Uhr: Gottesdienst
  • Ab 12 Uhr: Konzert Posaunen- und Gospelchor.
  • Ab 13 Uhr: Konzert Spielmannszug (bis 14 Uhr)
  • Ab 15 Uhr: Abbau  

Wrap up & follow-up actions

Positive Presseberichte; positive Rückmeldungen von Gottesdienstbesuchern und Chormitgliedern; positive Rückmeldungen von involvierten Behördenmitarbeitern und Gewerbetreibenden.

Effect / experience

Der - gemeinsame - Kirchenkreis ist noch einmal stärker ins Bewusstsein gerückt. Hohe und positive Präsenz von Kirche (und ihren Inhalten) in der Öffentlichkeit. Darstellung von Kirche als gesellschaftliche Kraft. Stärkung des Selbstbewusstseins der Mitglieder.

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