Studie „Kirche und Freizeit“ in Heide

Author
a geistreich member
Created at: 2011-07-07
Last major update at: 2011-07-07
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Regionalisierung, Organisationsentwicklung
Institutions
Kirchenkreis Dithmarschen in Meldorf
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: no information
Votes
one vote
Comments to the document
Heide

Abstract

Fünf Heider Kirchengemeinden haben eine Studie in Auftrag gegeben, die ihnen zeigen soll, welche Gemeinsamkeiten in der Zukunft gedacht werden können

Situation / context

„Die Heider Kirchengemeinden sind jetzt seit über einem Jahr das gemeinsame Bewegen von Themen gewöhnt - so gibt es ja bereits ein gemeinsames Gemeindebüro und einen gemeinsamen Gemeindebrief“, erklärt Jenny Pfeifer, Personal- und Organisationsentwicklerin des Evangelischen Regionalzentrums Westküste.

Nun wurde mit einer Studie erhoben, wie die Bewohnerinnen und Bewohner von Heide Kirche wahrnehmen.

Goals

Studie zur milieusensiblen Gemeindearbeit und Gemeindeanalyse erstellen.

Reflection / background

---

General information on realization

---

Preparation

Die Studie mit dem Namen „Kirche und Freizeit“ war vom Projektteam der Modellregion Heide in Auftrag gegegeben worden. Eine kleine Gruppe von Vertretern der Kirchengemeinden hatte sie gemeinsam mit der Fachhochschule und begleitet von der Diplom-Pädagogin Jenny Pfeifer, Evangelisches Regionalzentrum Westküste, in Auftrag gegeben.

Der Kirchenkreis Dithmarschen fördert das Projekt finanziell.

Realization

Mit großer Spannung versammelten sich Vertreter der vier Heider Kirchengemeinden im Gemeindehaus Butendiek: An diesem Abend sollte die Fachhochschule Westküste das Ergebnis ihrer Gemeindeanalyse vortragen. 523 Heider Bürgerinnen und Bürger waren befragt worden, wie sie es mit Kirche und Freizeit halten. Evangelisch sollten sie sein und mindestens 14 Jahre alt – das waren die Kriterien. Und die Ergebnisse? Nun, sie waren teilweise überraschend, manchmal auch desillusionierend und trotzdem überaus konstruktiv.

„Es fällt auf, dass St. Jürgen die zentrale Heider Kirche ist“, so Diplom-Kaufmann Oliver Franz, der das Ergebnis gemeinsam mit Professor Hans-Dieter Ruge von der Fachhochschule Westküste vortrug. St. Jürgen habe den höchsten Bekanntheitsgrad und werde auch von den meisten genutzt. Darüber hinaus seien Christen anderer Gemeinden gerne bereit, auch mal die St. Jürgen-Kirche zu besuchen, sei es zu besonderen Gottesdiensten oder zu kulturellen Events - umgekehrt sei das deutlich weniger der Fall, so die beiden Fachleute.

Erstaunlich war im Ergebnis die große Bedeutung des Gottesdienstes. Gefragt nach der Nutzungshäufigkeit kirchlicher Angebote schnitt der Gottesdienst am besten ab, noch vor den kulturellen Angeboten der Gemeinden. „Der Gottesdienst ist in allen Gemeinden ein zentrales Thema“, sagte Oliver Franz.

 

Mehr als der Hälfte der Befragten fiel spontan keine einzige kirchliche Einrichtung ein. Andersrum gefragt aber, ob denn der Weltladen zum Beispiel oder einer der kirchlichen Kindergärten bekannt seien, wurde ein Schuh daraus. Bekannt sind die Einrichtungen schon, ergab die Studie, sie würden nur zu wenig mit Kirche verknüpft. Da läge noch eine gewaltige Aufgabe und eine große Chance drin. „Die diakonischen Angebote sollten kommunikativ verstärkt werden“, so lautete ein Ergebnis der Studie. „Da verkaufen Sie sich unter Wert“, sagte auch Prof. Ruge. Zumal die Erwartungen an Kirche in diesem Bereich ungebrochen hoch seien.

 

Positiv fiel das Ergebnis in Sachen Ehrenamt aus. 23,5 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereits engagierten. 40 Prozent sagten, dass sie gern etwas tun würden, aber eben lieber projektbezogen in einem überschaubaren Rahmen, und dieses Ergebnis war unabhängig von der Gemeindezugehörigkeit. „Da ist Potential für Sie drin“, sagte Professor Ruge.

 

Manch Wermutstropfen nahmen die Heider Kirchenvorsteher mit Fassung: „Kirche spielt nur für ein Drittel der Heider Bevölkerung eine Rolle“, das hatte die Befragung ergeben. Überhaupt war es auffallend schwer gewesen, Menschen für eine Teilnahme zu gewinnen. Viele hätten beim Wort Kirche bereits dankend abgelehnt. „Die Stichproben sind gut“, sagte Oliver Franz dennoch, „wir konnten gut damit arbeiten.“

 

Mit den Ergebnissen zu arbeiten wird jetzt Aufgabe der Heider Kirchengemeinden sein. „Es gibt in den Gemeinden unterschiedliche Schwerpunkte, aber auch unterschiedliche Begabungen“, sagte Andreas Sonnenberg, Pastor der Kirchengemeinde Butendiek zuversichtlich. „Die Heider Kirchengemeinden sind jetzt seit über einem Jahr das gemeinsame Bewegen von Themen gewöhnt - so gibt es ja bereits ein gemeinsames Gemeindebüro und einen gemeinsamen Gemeindebrief“, erklärt Jenny Pfeifer, Personal- und Organisationsentwicklerin des Evangelischen Regionalzentrums Westküste. Sie hat die Arbeit kontinuierlich begleitet und unterstützt. „Nun freue ich mich darauf, aufgrund der Befragungsergebnisse weitere Themen gemeinsam voran zu bringen und Kirche in Heide in ihrer Vielfalt weiter zu entwickeln und für die Bürger erfahrbar zu machen.“

Wrap up & follow-up actions

---

Effect / experience

---

Adopted and refined

    Connected content

    • Thumb_article-default-image
      Befragung oder Mitgliederbefragung ist eine Art Bestandsaufnahme.
      This article is visible for all internet-users.
      from a Geistreich-member
    • Tempelhofer Nachrichten
      Zeitung: Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Kirchenkreis und der Diakonie in Berlin Tempelhof-Schöneberg können durch die Tempelhofer Nachrichten Informationen aus dem kirchlichen und gesellschaftlichen Leben gewinnen, sich in aktuelle Debatten einmischen und ein Bild von der Vielfalt kirchlichen ...
      This is visible in the Web.
      from a Geistreich-memberKirchenkreis Tempelhof in Berlin
    • Dorf
      Mit dem modernen Dorf verbinden sich spezifische Chancen und Herausforderungen für die Kirche.
      This article is visible for all internet-users.
      from a Geistreich-member
    • Evangelische Schule Neuruppin
      Die Schule pflegt ein besonderes geistliches und pädagogisches Profil, das insbesondere der individuellen Förderung jedes einzelnen Schülers dient.
      This is visible in the Web.
    • Bücher auf dem Weg zum Emfänger - siehe ELIPORT
      "Am Anfang war das Wort", titelt die Dachmarke für das Reformationsjubiläum 2017 und die auf das Jubiläum hinführende Lutherdekade. Der Ratsvorsitzende der EKD Dr. h.c. Nikolaus Schneider und Kulturstaatsminister Bernd Neumann haben die Dachmarke am 27. Oktober 2011 in der Hauptstadt offiziell b...
      This is visible in the Web.
      from a Geistreich-memberKirchenamt der EKD in Hannover
    • Kirchenmusiker-Kantor-Organist
      Berufsbezeichnungen und Arbeitsfelder haupt- und nebenberuflicher Kirchenmusiker.
      This article is visible for all internet-users.
      from a Geistreich-member

    geistreich video

    Hide Video