500 Bäumchen geschenkt! Aktion Hochzeitselsbeere

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a geistreich member
Created at: 2011-09-26
Last major update at: 2011-09-26
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Trauung und Segnung (Ehejubiläum), Energie- und Umweltmanagement
Institutions
Evangelische Landeskirche in Württemberg/ Büro des Umweltbeauftragten in Stuttgart
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: rund 175 Stunden
Execution: rund 25 Stunden
Votes
3 votes
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Hochzeitselsbeere - gemeinsam pflanzen

Abstract

Mit der Aktion wurden Hochzeitspaare, Standesbeamte/innen, Umweltverbände und Umweltaktive auf Kirche aufmerksam. Im ganzen Bundesland wurde in der Tagespresse berichtet. Alle Infos: www.hochzeitselsbeere.de

Situation / context

Die Aktion eignet sich besonders für eine übergeordnete Einheit: Landeskirche, Kirchenbezirk, etc.

Goals

Durch die Aktion werden Hochzeitspaare gezielt angesprochen. In der Öffentlichkeit wird wahrgenommen, dass Kirche sich auch mit aktuellen Themen, wie Artenschutz, beschäftigt.

Reflection / background

Ein Hauptanliegen ist tatsächlich der Artenschutz: 1000 Personen pflanzen 500 Elsbeeren (Baum des Jahres 2011), wesentlich mehr Menschen lernen diese seltene Baumart kennen.

Ein weiteres Hauptanliegen ist es, mit einem Geschenk-Angebot Neugier auf Kirche zu wecken.

Kirchen und Umweltverbände teilen sich die Schwierigkeit, dass sie mit ihren Aktionen oft nur die Personen ansprechen, die sowieso für ihre Themen sensibilisiert sind. Durch die definierte Zielgruppe (Hochzeitspaare) wurden auch viele Paare angesprochen, die inhaltlich weder eng mit der Kirche noch mit Umweltverbänden verbunden sind.

General information on realization

  • Bei kirchlichen Artenschutzprojekten lohnt es sich, Förderprogramme zu begutachten. Die Aktion Hochzeitselsbeere wird zu 90% gefördert und kostet so die Landeskirche rund 2.000 Euro (incl. Personalkosten).
  • Es lohnt sich, zielgruppenspezifische Informationskanäle zu definieren und zu gewinnen. Die Nachricht "Landeskirche verschenkt Bäumchen an Hochzeitspaare!" wurde u.a. über folgende Verteilerlisten verschickt: Alle Standesämter, alle BUND- und NABU-Ortsgruppen, alle Ortsgruppen der Obst- und Gartenbauvereine in Baden-Württemberg. Auch alle Pfarrämter der Landeskirche wurden natürlich informiert.
  • Wenn man etwas verschenkt, dann muss man es ganz tun! Die Aktion hätte nicht diese Wirkung gehabt, wenn die Bäumchen für eine Kostenbeteiligung (z.B. fünf Euro oder Versandpauschale) abgegeben worden wären. Auch hätte der Verwaltungsaufwand sich massiv erhöht.
  • Bewusst haben wir uns entschieden, komplett auf Pflicht-Feedback zu verzichten. Wir verschenken etwas, ohne eine Gegenleistung zu fordern (und wenn diese Gegenleistung auch nur aus einem Foto oder einem Zitat besteht).
  • Mitarbeitende: Hauptamtlicher (10%-Stellenanteil für ein Jahr)

Preparation

Notwendig waren folgende Schritte, nachdem der Förderantrag bewilligt war:

  1. Bäumchen beschaffen (Großeinkauf bei einer Baumschule)
  2. Logistikpartner finden. Die komplette Aktion wird durch eine Versand-Gärtnerei abgewickelt.
  3. Begleitbroschüre erstellen
  4. Homepage erstellen
  5. Pressearbeit definieren (Pressemeldung für Tagespresse, Information für Pfarrämter, Rundbrief für diverse E-Mailverteiler). Multiplikatoren (Z.B. Landesverband der Standesbeamten, BUND-Landesgeschäftsstelle) ansprechen und gewinnen.

Realization

Die Durchführung war ein Selbstläufer, nachdem die Pressemitteilungen und Rundmails verschickt waren. Über die Homepage wurden die Elsbeeren bestellt, die Bestellungen gingen direkt beim Logistikpartner ein und wurden dort bearbeitet. Einzige Aufgabe des kirchlichen Mitarbeiters war es, die Homepage zu aktualisieren und Presseanfragen zu beantworten.

Wrap up & follow-up actions

  • Die Homepage muss vom Bestellwerkzeug zum "Aktionsarchiv" umgebaut werden.
  • Eine abschließende Pressemitteilung muss erstellt werden.
  • Austausch-Portale wie dieses wollen gefüttert werden ;-)

Effect / experience

  • In einem knappen Monat wurden die 500 Bäumchen bestellt.
  • Im Bestellformular gab es die Option "Kommentar". Hier wurde sehr viel Feedback gegeben. Die Aktion wurde begeistert aufgenommen.
  • Einige PfarrerInnen nahmen die Aktion zum Anlass, bereits getraute Paare nochmal zu besuchen oder gezielt zu einem "Bäumchenübergabegottesdienst" einzuladen. Hier wurde ein weiterer Anknüpfungspunkt geschaffen.
  • In Umweltkreisen wird positiv über die Kirche und ihre Artenschutzaktion berichtet (z.B. www.baum-des-jahres.de)
  • Die Tagespresse reagiert gut auf das Stichwort "GESCHENK"

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