Tafelbilder

Author
a geistreich member
Created at: 2011-10-14
Last major update at: 2011-10-14
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Bildende Kunst und Ausstellungen
Institutions
Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in Hannover
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: Der Zeitaufwand hängt vom Umfang des Projektes ab.
Execution: 2 Monate
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Tafelbilder (Objekte zum Thema "Brot" von Kai Wetzel)

Abstract

Installationen zum Thema "Abendmahl" in der Einbecker Münsterkirche St. Alexandri, Südniedersachsen. Künstler: Stephanie Link und Kai Wetzel, Coppengrave (Landkreis Hildesheim, Niedersachsen). Ausstellungsdauer: 05. August bis 09. Oktober 2011.

Situation / context

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde im Zentrum von Einbeck, einer alten Fachwerkstadt mit rund 25.000 Einwohnern. Die Einbecker Münsterkirche ist eine der größten gotischen Hallenkirchen Norddeutschlands.

Goals

Stephanie Link und Kai Wetzel: "Ziel unserer Ausstellung ist es, das Bildangebot zum Thema "Abendmahl" sinnvoll - und hoffentlich - wesentlich zu bereichern, das heißt, die Objekte und Installationen so auszurüsten, dass sie in der Erinnerung bleiben und hier und da noch über das Thema hinausragen, Anschluss suchen an Erlebtes und Erfahrenes und dann womöglich beruhigen oder beunruhigen können, wie es gerade erforderlich ist..."

Reflection / background

"Abendmahl ist mehr als Essen und Trinken, aber was ist dieses Mehr? Die Sprache der Kunst kann helfen, das Mysterium erahnbar zu machenund ein Gefühl für das Heilige im Alltag zu vermitteln" (aus dem Flyer zur Ausstellung). Über seine persönliche Motivation zu den Installationen in Einbeck schreibt Kai Wetzel: "Ich kann mich nicht guten Gewissens als gläubig bezeichnen, neige aber zusehends zu der Einsicht, dass ich mir meine Religion nicht aussuchen kann. Unter allen Religionen, die mich nicht weniger interessieren, fordert mich das Christentum heraus, nötigt zu Widerspruch, macht mich zuweilen ratlos oder spricht mir aus der Seele. Dabei stimme ich dem Physiker Harald Lesch zu, der (glaube ich) gesagt hat: Überzeugungen trennen die Menschen, der Zweifel vereint sie. Vor diesem Hintergrund versuche ich, Bilder zu formulieren und so ein Thema zu umkreisen wie der Pilger die Stupa, dem man sich vielleicht nur auf diese Weise mittelbar nähern kann, durch Musik, Poesie oder eben bildende Kunst."

 

General information on realization

Die Installationen eignen sich eher für große und hohe Kirchenräume, da sie in Stationen gegliedert sind und teils in großer Höhe platziert werden. Allerdings lässt sich auch eine Auswahl an Kunstwerken für den jeweiligen Kirchenraum treffen. Wenn die Kirche außerhalb der Gottesdienste und Veranstaltungen während der Ausstellungsdauer geöffnet sein soll, braucht es eine Person zur Aufsicht und Information.

Preparation

Bei Interesse, die Ausstellung in die eigene Kirche zu holen, sollten zunächst die Künstler kontaktiert und ein Bsichtigungstermin in der Kirche ausgemacht werden. Nachdem dort gemeinsam besprochen wurde, wie und in welchem Umfang die Künstler tätig werden sollen, wird von ihnen ein Kostenangebot abgegeben, das vom Kirchenvorstand genehmigt werden sollte. Eventuell müssen dann mit dem von den Künstlern formulierten Konzept Fördergelder eingeworben werden.

Realization

Für den Aufbau der Installationen wird die technische Unterstützung des Küsters benötigt. Eine Eröffnungsveranstaltung wird geplant, dazu eventuell Einladungskarten verschickt. Die Presse wird benachrichtigt, Plakate gedruckt. Auch nach der Eröffnung sollte es Angebote geben, Inhalte und Form der Ausstellung zu vermitteln: Gruppenführungen, Kinderaktionen, Kunstgottesdienste, Besuche von Schulklassen. Inwieweit die Künstler mit in die Vermittlungsaktivitäten einbezogen werden oder ob man andere Personen dafür gewinnt (Kunsthistoriker, Theologen, Religionspädagogen etc.), sollte vorher abgesprochen werden. Nach Ablauf der Ausstellungsdauer könnte eine Abschlussveranstaltung stattfinden. Eventuell muss ein Bericht mit Pressespiegel an die Förderinstitution geschickt werden.

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Die Ausstellung Tafelbilder erschließt sich dem Betrachter nicht "auf den ersten Blick". Sie erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den Kunstwerken und eine sorgfältige, theologisch wie künstlerisch umsichtige Vermittlung zwischen Werk und Betrachter. Wo dies geschieht, führen die Installationen auf erstaunlichen und ungewöhnlichen Wegen an ein ein zentrales Thema des christlichen Glaubens heran. Das protestantische Diktum von der Kirche, die in "Wort und Sakrament" zu ihrem Wesen kommt, wird in dieser Ausstellung neu mit Bildern und Erfahrungen gefüllt.

Kai Wetzel und Stephanie Link: "Vielen Besuchern, die ja eher zufällig in die Ausstellung kommen, ist die Sprache der Kunst nicht geläufig. Durch Heranführung und Ermutigung, eigene Gedanken zur Kunst zuzulassen, kann aber generell ein Interesse für die "Bilder" geweckt werden. Reaktionen aus Einbeck gingen von "Das hat mich eine Zeitlang immer wieder beschäftigt" bis zu der Reaktion einer alten Dame, die nach einem Rundgang fragt, wo denn nun eigentlich die Kunst sei."

 

Fotos: Dr. Julia Helmke

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