Go(o)d news

Author
a geistreich member
Created at: 2011-10-25
Last major update at: 2011-10-25
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Mitgliederbindung, Mission und Mitgliederbindung, Gemeindeaufbau, Mission
Institutions
Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Puchheim
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: Ca. 6 - 8 Wochen Vorlaufzeit, ca. 1/2 - 1 Stunde pro Woche für den Newsletter
Execution: Mailingliste nach Bedarf und News
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Go(o)d News

Abstract

Mit einem Newsletter bewusst Gemeindemitglieder ansprechen, die selten bis gar nicht am klassisch parochialen Gemeindeleben teilnehmen.

Situation / context

Das klassische Gemeindeleben erreicht manche jüngere Gemeindemitglieder nicht.

Goals

Durch moderne Medien Verbindung zu Gemeindemitgliedern schaffen, die ihrem Bindungsverhalten mehr entsprechen als das klassische Gemeindeleben.

Reflection / background

Ziel des Projektes ist die Akquise von E-Mail-Adressen, um zielgenau einen bestimmten Teil der Gemeindeglieder, sog. 'Christen in Halbdistanz' regelmäßig und aktuell durch einen Newsletter über gemeindliche und kirchliche Themen zu informieren.

Zielgruppen des Projektes sind insbesondere die selten an klassisch parochiale Angeboten teilnehmenden Gemeindeglieder des mobilen, kritischen und auch z.T. hochkulturellen Lebensstiltypus, deren wichtigstes Informationsmedium inzwischen das Internet ist.  Das E-Mail-Projekt ist besonders wertvoll wegen seiner diesen Zielgruppen angemessenen Niedrigschwelligkeit.

General information on realization

---

Preparation

Die Akquise der E-Mail-Adressen erfolgt durch eine werbewirksame Postkartenaktion und durch kontinuierliches Einsammeln von Adressen bei entsprechenden Kontakten (vor allem Kasualbesuche, da hier die Kontaktmöglichkeiten zu dieser kerngemeindescheuen Zielgruppe am besten sind).

Außerdem werden die Adressen beispielsweise bei den Eltern der Konfirmanden/innen erhoben. Aus rechtlichen Gründen muss jeweils um Erlaubnis gebeten werden, an die Personen den Newsletter zu senden.

Realization

Die E-Mail-Adressen werden in einer Software gesammelt, die den Newsletter mit persönlicher Anrede verschickt. Der Newsletter informiert kurz, gezielt und aktuell über Neuigkeiten. In Darstellung und Sprache nimmt er das Medium ernst, in dem er erscheint. Mit einer Start-Veranstaltung im Sommer 2007 begann das Projekt "G(o)od News".

 

Dauer

Der Newsletter erscheint in der Regel einmal im Monat, bei Bedarf auch öfter.

 

Arbeitsaufwand

Zum Verfassen eines Newsletters: 30 min bis 1 Stunde. Der technische Aufwand hält sich in Grenzen, sofern die Gemeinde über einen normal leistungsfähigen Rechner verfügt; ein kostengünstiges Mailprogramm (z.B. Supermailer) reicht aus.

 

Mitarbeitende

Die persönliche Akquise der E-Mail-Adressen kann am besten der/die Pfarrer/in leisten, die redaktionelle Arbeit lässt sich über Ehrenamtliche oder eventuell das Gemeindebüro realisieren.

 

Materialien

Werbepostkarten, Newsletterprogramm (Software)

 

Kosten: Ca. 150 Euro

 

Weiterführende Literatur
C. Schulz u.a., Milieus praktisch,  Analyse- und Planungshilfen für Kirche und Gemeinde, Göttingen 2008

 

Links / Homepage

Auferstehungskirche Puchheim

 

Ansprechpartner

Pfarrer Dr. Markus Ambrosy
Pfarrer Rainer Höfelschweiger

Wrap up & follow-up actions

Ein erfreuliches Nebenprodukt des Projektes ist, dass auch viele Gemeindeglieder der sog. Kerngemeinde den Newsletter abonnieren.

Fasst man diese als eigenen Verteilerkreis zusammen, kann man zusätzlich auf diese Weise gut und schnell Informationen über das kerngemeindliche Leben weitergeben. Ein weiterer positiver Effekt kann sein, dass sich 'elektronische' Gespräche ergeben, jedoch meistens nur von übersichtlicher Dauer (Mitgliederpflege).

 

Effect / experience

Auffällig ist, dass es seit Erscheinen des Newsletters keine Kirchenaustritte aus dem Bereich der Zielgruppe gab.

 

Rückmeldungen der Teilnehmenden und Mitarbeitenden

Vielfältige positive Rückmeldungen über die aktuellen und zeitnahen Informationen und das Gefühl, dass es in der Gemeinde bei Interesse eine/n Ansprechpartner/in gibt.

 

Tipps für Nachahmer/innen

Grundvoraussetzung ist die innere Bereitschaft, sich mit religionssoziologisch differenzierter Kirchenmitgliedschaft zu beschäftigen und die Erkenntnisse entsprechend umzusetzen.

Der Newsletter darf kein verkappter Gemeindebrief sein! Unerlässlich ist, sich in die Interessen und die Lebenswirklichkeit der Abonnenten hineinzuversetzen. Von daher ist es unserer Meinung nach wichtig, dass das Projekt von Personen durchgeführt wird, die über das notwendigen Wissen einer differenzierten und typisierbaren Kirchenbindung verfügen, in der Regel Pfarrer/-innen, aber auch interessierte Ehrenamtliche.

Es darf keine erhöhte Teilnahme an Veranstaltungen erwartet werden. Kirche, die in ihrer Lebenswirklichkeit oft nur mehr rudimentär vorkommt, bringt sich auf diese Weise einladend-offen als Angebot in Erinnerung (innere Erneuerung der Kirchenbindung).

Wichtig ist, dass man bei allen Empfänger/innen die Erlaubnis einholen muss, an sie den Newsletter zu senden.

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