Singen im Kindergarten

Author
a geistreich member
Created at: 2011-11-03
Last major update at: 2011-11-03
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Konfirmandenarbeit, Kleinkinder und KiTas, Familien, Kirchenraum und Kirchenpädagogik, Gemeindeaufbau, Erwachsene, Musik, Mission
Institutions
Der Landeskirchenmusikdirektor in Marburg
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: Ca. 3 - 4 Monate, je nach Projektumfang
Execution: Einmal wöchentlich ca. eine Stunde
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Singen mit Kindern

Abstract

Erwachsene unterschiedlichen Alters machen mit Kindern etwas, was sie gut können und gerne tun: gemeinsam Singen. Einmal wöchentlich findet im Kindergarten ein gemeinsames singen geistlicher Lieder statt.

Situation / context

Das alltägliche Singen entschwindet. In Familien findet es häufig nicht mehr statt. In Schulen wird es selten. In Kindergärten ist die Situation durchwachsen. Hinzu kommt ein riesiges Angebot an Liedern, insbesondere an Kinderliedern. Das ist einerseits sehr gut, andererseits führt es dazu, dass gemeinsames Singen schwieriger wird.

Das alltägliche Singen zu fördern und ein Grundrepertoire aufzubauen, das lebenslang entfaltbar und generationsübergreifend singbar ist, darum geht es in diesem Projekt.

Goals

Paten aus der Eltern- und Großelterngeneration singen wöchentlich im Kindergarten. Sie sorgen dafür, dass Kinder das Singen für sich als alltägliche Lebensäußerung erfahren und mit spielerischen Methoden ein generationsübergreifendes und lebenslang entfaltbares Grundrepertoire von geistlichen Liedern erlernen.

Reflection / background

Erwachsene unterschiedlichen Alters machen mit Kindern etwas, was sie gut können und gerne tun: gemeinsam Singen.

Kirchenmusiker unterstützen sie dabei. Kinder erlernen auf diesem Weg ein geistliches Liedrepertoire, welches aus dem gesamten Liedschatz evangelischer Kirche und traditionsreicher und langlebiger, weltlicher Lieder genommen ist. Erzieherinnen werden in ihrer Arbeit unterstützt.

Das Projekt wird mit aufeinander aufbauenden Teilen für Kinder bis ins Konfirmandenalter fortgesetzt.

Das gemeinsame Singen u.a. in Gottesdiensten der Zukunft wie auch das generationsübergreifende Singen in den Familien werden damit gefördert

General information on realization

Das Projekt entsteht seit März in der gesamten Landeskirche. Zwei Kindertagesstätten pro Kirchenkreis können zunächst mitmachen. Der Zuspruch ist rege. Als Paten melden sich auch ehrenamtliche Mitarbeiter aus der Elterngeneration.

Die Fortbildungen fanden auf Kirchenkreisebene statt. Eine Liedermappe wurde erstellt, zu der die Kirchenmusiker der Landeskirche methodische Ideen beigetragen haben. Für das nächste Jahr ist eine Ausweitung des Projektes geplant. 

Preparation

Es müssen Partner gefunden werden: ein Kindergarten, der den Projektgedanken fördern möchte, ein paar Paten, die regelmäßig im Kindergarten mit den Kindern singen, ein Kirchenmusiker, der den Paten zu einer kleinen Grundausbildung verhilft und ein Grundrepertoire, welches immer wieder, aber nicht ausschließlich, in den Singeeinheiten der Paten auftaucht.   

Realization

Im Idealfall kommen wöchentlich 10 Paten aus der Großelterngeneration zum gemeinsamen Singen in den Kindergarten.

Nach einer kurzen Absprache kommen die Kinder der Einrichtung zusammen mit den Erzieherinnen in den Raum. Nun leiten einzelne Paten jeweils ein Lied.

Neben einem Gesang, der neu einstudiert wird, werden viele Lieder gesungen, die schon allen bekannt sind. Neben den Liedern aus der vorher abgesprochenen Repertoireliste, das kann beispielsweise die Kernliederliste der Evangelischen Kirche von Baden  Württemberg sein, werden weltliche und geistliche Gesänge musiziert, gespielt, geklatscht und getanzt.

Die Paten sitzen verteilt zwischen den Kindern im Kreis - jeder Pate hat "seine" Kinder. Nach etwa 20-30 Minuten fröhlichen Musizierens gehen sie wieder auseinander und freuen sich - so alles gut geht - auf die nächste Singestunde.

Im Laufe der Woche können die Erzieherinnen weiter am Liedgut und an den Texten arbeiten.     

 

Dauer

1 Stunde

Arbeitsaufwand

Partnergewinnung; Repertoireliste; Fortbildung (4 mal 2 Stunden sind eine gute Einheit), dann überschaubarer Arbeitsaufwand; immer mal wieder Motivation für Paten

Mitarbeitende

Eine Erzieherin im Kindergarten als Koordinatorin; Paten; Mentor als Motivator; Kirchenmusiker als Ausbilder 

Materialien

Liederliste, Liederbücher, Gesangbücher

Kosten

Fortbildung für Paten und ggf. für Liederbücher, Gesangbücher und Rhythmusinstrumenten

 

Links / Homepage

www.ekkw.de/kirchenmusik

 

Wrap up & follow-up actions

Gegebenenfalls kann eine kurze, spontane Nachbereitung sinnvoll sein, die die aktuellen Erfahrungen der Gruppenarbeit reflektiert. Auch kann dabei die Gestaltung weiterer Singeinheiten abgesprochen werden.

Effect / experience

Rückmeldungen der Teilnehmenden und Mitarbeitenden

Aus einer halbjährigen Erfahrung können wir feststellen: die Kinder sind sehr empfänglich und hoch motiviert gemeinsam mit den Paten zu singen und dabei auch schwerere Liedtexte zu erlernen.

Es scheint dabei von Bedeutung zu sein, dass die Singpaten von außen kommen und eigenverantwortlich die Singeinheit gestalten. Die Kinder profitieren von einem immer gleichbleibenden Rahmen mit einem sog. Rituallied am Anfang und Ende. Dieses hilft, die Aufmerksamkeit der gesamten Gruppe für die jeweilige neue Singeinheit zu bündeln.

Der Austausch und die Zusammenarbeit von Singpaten, ErzieherInnen und der Kirchengemeinde vertieft und befruchtet das Projekt und stützt die Motivation.

Die ErzieherIn muss immer für neue Paten werben, um das Projekt zu erhalten. Das gesamte Kindergartenteam profitiert von dem Projekt und fördert die Öffentlichkeitsarbeit und das generationsübergreifende Miteinander.



Tipps für Nachahmer/innen

Jede Situation ist anders. Das Projekt sollte daher nicht nachgeahmt werden, sondern als Impuls für ein eigenes "Projekt: Singen im Kindegarten" genutzt werden

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