Zeit des Meisters - innehalten, um auszuhalten

Author
a geistreich member
Created at: 2011-11-07
Last major update at: 2011-11-07
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Citykirchen und Profilgemeinden, Kirchenraum und Kirchenpädagogik, Gebet und Stille
Institutions
Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste (gmd) der EKiR in Wuppertal
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: Ca. 3 - 4 Monate
Execution: 1 - 3 x pro Woche je ca. 13 Stunden mit Vor- und Nachbereitungszeit
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Zeit des Meisters

Abstract

In einer Kirche mitten in der Stadt wird zur Erfahrung mit Gott - durch Gebet, Meditation und Stille - eingeladen. Dieses Angebot lehnt sich an die Tradition klösterlicher Stundengebete an und schöpft aus den Quellen der Mystik.

Situation / context

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Goals

Der gesellschaftliche Trend der Re-Spiritualisierung wird wahrgenommen, gewürdigt und verbunden mit der mystisch-spirituellen Tradition der Kirche. Der Kirchraum wird in der Hektik der Stadt als Raum der Stille und als Ort des Gebets erlebbar.

Reflection / background

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General information on realization

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Preparation

Über die City-Kirche Essen und über die Leiterin des Projektes wurden Ehrenamtliche angeworben, die in Vorbereitungstreffen mit den verschiedenen Gebets- und Meditations- und Andachtsformen vertraut gemacht wurden. Gleichzeitig wurde die Raumgestaltung geplant und die Aufgaben dazu verteilt.

Realization

Die Kirche ist täglich von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Zur vollen Stunde gibt es ein Meditations-/Gebetsangebot, das etwa 12 Minuten dauert und zum Mitbeten einlädt. Der Tag ist wie folgt strukturiert:

  • 9:00 Morgengebet
    10:00 Gebet mit den "Perlen des Glaubens"
    11:00 Atemgebet, in dem beim Ein- und Ausatmen immer ein Satz wiederholt wird
    12:00 Mittagsgebet ("In der Mitte des Tages mache ich mich auf die Suche nach der Mitte meines Lebens")
    13:00 Schöpfungsgebet
    14:00 Gebet der Zweifel
    15:00 (zur Todesstunde Jesu) Meditation zum Kreuz
    16:00 Gebet zum Dreieinigen Gott
    17:00 Psalmgebet
    18:00 Abendgebet
    19:00 Meditation zum Heiligen Raum
    20:00 Friedensgebet:
    21:00 Gebet für Familie Mensch

 

Über den genauen Ablauf der einzelnen Gebete und Meditationen informiert das Textbuch, das Sie im Downloadbereich finden.

Daneben gibt es ein Gästebuch, in das man Gebete schreiben kann, Nischen zum Ausruhen, Kniebänke und Yogamatten für eine andere Haltung, einen Kerzenbaum und einen Büchertisch.

 

Dauer

1-3 x pro Wochen

 

Arbeitsaufwand

Bei der Vorbereitung ist die Erstellung des Textbuches sehr aufwändig. Öffentlichkeitsarbeit über Kirchengemeinden und Presse braucht ihren Vorlauf. Vor Beginn sind ein paar Stunden für die Dekoration der Kirche einzuplanen. Während des Projektes selbst ist neben der Präsenz den ganzen Tag über zusätzlich ein Vorlauf von etwa einer halben Stunde und die gleiche Zeit nochmals am Ende des Tages nötig.

  

Mitarbeitende

"Zeit des Meisters" wird von einem "Kloster auf Zeit-Team" begleitet, das aus etwa 30 Ehrenamtlichen besteht, die jeweils für eine Woche mitarbeiten. Das Team arbeitet in zwei Schichten, so dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen von 9 bis 15 oder 15 bis 21 Uhr anwesend sind. Zum Team gehören Menschen, die ihrer eigenen spirituellen Sehnsucht nachgehen wollen und eine Woche "Klosterzeit" in ihrer eigenen Kirche erleben möchten.

  

Materialien

Eine Klangschale; Yoga-Matten und Kniebänkchen; Stundengebete, die als Textheft (auch zum Mitnehmen) ausliegen; Gästebuch;  Kerzenbaum; Ein Außenbanner, das aufmerksam macht; Mehrere Plakate mit dem Programm der Stundengebete; Deko (Kerzen, Blumen etc.); Duft; Musik im Hintergrund (Gregorianik, Taizé etc.); Eine große Auswahl an Literatur, die die Weite des Projektes zeigt (Bonhoeffer, Jörg Zink, Anselm Grün,  Kerkeling, Thich Nhat Hanh, Willigis Jäger, Rumi, Teresa von Avila etc.).

  

Kosten

Ca. 1000 Euro pro Woche sind einzuplanen für Druckkosten, Teelichte, Blumen und Heizkosten.

 

Weiterführende Literatur

 

  • Ariane Martin, Sehnsucht ist der Anfang von allem
  • Paul M. Zulehner, Spiritualität - mehr als ein Megatrend.

Wrap up & follow-up actions

Weiterführende Angebote für Neugierige sind unbedingt wünschenswert. Denkbar sind eine wöchentliche Meditationsgruppe, ein Lesekreis zu Heiligen Texten, eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg, ein Klosteraufenthalt etc. 

Effect / experience

Es kamen viele Menschen neugierig, zufällig, eingeladen, verabredet, einmalig oder wiederholt in die Kirche; Reisende mit Trolley, Leute mit Einkaufstüten, Frauen mit Tagebuch. Dazu: Ganze Schulklassen (Jahrgänge 11-13, Berufskolleg), die von ihren Religionslehrer/innen eingeladen wurden. Die Gesamtzahl liegt bei ca. 3000 Gästen (etwa 1000 pro Woche)

 

Rückmeldungen der Teilnehmenden und Mitarbeitenden
Aus dem Gästebuch: "Danke, ich brauchte einen Raum zum Weinen."; "Eine Oase der Stille mitten im Lärm der Stadt."; "So gelingt mir der Wiedereintritt in den Glauben."
Aus dem Team: "Eine Woche Stille nur für mich war herausfordernd und wohltuend, beides."; "Am meisten berührt mich, dass viele Menschen kommen, um zu weinen, um einmal weinen zu dürfen."; "Eine Woche lang, jeden Tag nach der Arbeit eine Stunde Meditation, das könnte ich immer gebrauchen."

Adopted and refined

    Connected content

    • Kerzen
      Meditative Gottesdienste am frühen Abend erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Vor allem für Stadtgemeinden sind sie eine wünschenswerte Ergänzung zu den Gottesdiensten am Sonntagvormittag.
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    • Ruhe
      Wo Kirchengemeinden oft von einem Projekt zum nächsten hetzen, sind Räume der Stille heutzutage immer wichtiger.
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    • Spirit
      Das Wort Spiritualität wird häufig als Containerbegriff genutzt. Alles, was mit persönlichen Glaubenserfahrungen, Glaubenswegen, Sinnsuche und eigener Frömmigkeit zu tun hat, wird mit diesem Begriff umschrieben. Spirituell leben bedeutet landläufig, dass das Leben durch eigene Glaubenserfahrunge...
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    • Thumb_institution WuppertalMissionsstraße 9A, 42285 Wuppertal
      www.gmd.thzw.de.
    • Kloster Eberbach
      Ein sechswöchiger geistlicher Übungsweg, auch „Exerzitien im Alltag“ genannt, der im Gegensatz zu (klösterlichen) Einzelexerzitien im täglichen Leben angesiedelt ist.
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    • Dominikanerinnenkloster Jean Baptiste d‘Unterlinden in Orbey / Elsass
      Haupt- und Ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Kirchen wird in einer Schweigewoche in einem Kloster Gelegenheit gegeben, das eigene Leben und Arbeiten neu zu ordnen und geistlich zu fundieren, sich (neu) der Gegenwart Gottes auszusetzen und in seinem Licht das eigene Leben zu betrachten.
      This is visible in the Web.
    • Komplet
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