Jugend TV-Sender ELF

Author
a geistreich member
Created at: 2011-11-14
Last major update at: 2011-11-14
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Jugendliche und Schule, Film, Bildung und Unterricht, Hochschule und Berufsbildung, Freiwilligendienste, Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Neue Medien und Web 2.0
Institutions
Christophorus-Kirchgemeinde in Laage
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: Ca. 5 Jahre
Execution: Ein auf Dauer angelegtes Projekt
Votes
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Jugend TV

Abstract

"ELF" ist der Jugend TV-Sender im Laager Kabelnetz. Das Projekt bietet vor allem jungen Menschen die Möglichkeit, Räume für eigene aktive und verantwortliche Lebensgestaltung und Meinungsäußerung zu entdecken.

Situation / context

Im Osten Deutschlands sind kirchliche Bindungen und Traditionen weitestgehend abgebrochen.

Goals

Die Kirchgemeinde Laage versucht mit einem jugendgemäßen Medium (TV) auf christliche Werte aufmerksam zu machen und sie zu vermitteln.

Reflection / background

Der Jugend TV-Sender ELF ist in die offene Kinder- und Jugendarbeit der Christophorus-Kirchgemeinde Laage eingebunden. Er ist aus der ehemaligen Videowerkstatt entstanden, auf Grund der Möglichkeit, das Kabelnetz der Stadtwerke zu nutzen.

Die Christophorus-Kirchgemeinde Laage ist in die Jugendhilfeplanung des Landkreises eingebunden und betreut insgesamt sieben Jugendeinrichtungen im ländlichen Bereich.

Vorbereitung.

General information on realization

Für den Aufbau eines TV-Senders werden entsprechende Räumlichkeiten (ca. 200 qm für Studio, Regie, Büro und Seminarraum) benötigt. Im Idealfall sollte ein (alter) Bus angeschafft werden, für mobile TV-Arbeit.

Preparation

Mit dem örtlichen Kabelnetzbetreiber sind Verhandlungen zu führen über freie Sendekanäle und die Einspeisungsvergütung, wobei eine kostenfreie Einspeisung anzustreben ist.

Bei der zuständigen Landesrundfunkzentrale muss eine Sendelizenz beantragt werden. Mit der GEMA muss ein Vertrag abgeschlossen werden (Es gilt hier nicht der Rahmenvertrag der EKD).

Für die Anschaffung von Technik ist ein langfristiges Fundraisingkonzept zu erarbeiten.

Erstellung einer Projektbeschreibung:

  • "Was will ich wie, womit, mit wem und für wen erreichen?" (Diese ist notwendig für die Einwerbung von finanziellen Mitteln).

Klärung der Trägerschaft: Ist eine Kirchgemeinde bereit, die Trägerschaft zu übernehmen? Sind Jugendliche da, die sich über mehrere Jahre mit großem Zeitaufwand engagieren können? Erfahrungsgemäß sollte man mit Jugendlichen aus der Jungen Gemeinde beginnen, wobei die Projektdurchführung für jeden offen sein sollte.

Wer ist Projektleiter: jener, der unmittelbaren und intensiven Kontakt zur christlichen Jugend hat.

Ist das Team zusammengestellt, wird man mit der Kommune über geeignete Räumlichkeiten verhandeln und zeitgleich das erstellte Fundraisingkonzept umsetzen. Der Erwerb eines ungenutzten Hauses ist empfehlenswert, das mit Jugendlichen aus- und umgebaut werden sollte. Für den Aus- und Umbau können je nach verfügbaren finanziellen Mitteln mindestens 2 Jahre angesetzt werden.

Aufbau eines Netzwerkes von Medienschaffenden und Trägern von Jugendarbeit, dazu zählen auch die Schulen im Einzugsbereich. Anschaffung der nötigen Aufnahme- und Sendetechnik.

Realization

Sind die notwendigen äußerlichen Voraussetzungen geschaffen, kann die inhaltliche Arbeit beginnen:

  • Erstellung eines Sendeablaufplans,
  • Erstellung eines Sendelayouts (hier hat sich bewährt, an Medienhochschulen heranzutreten; im hier skizzierten Fall hat ein Student seine Diplomarbeit über den Sender geschrieben mit dem Ergebnis eines Sendelayouts),
  • Bildung von Teams für die verschiedenen Sendeformate. Hier hat es sich bewährt, Kooperationsverträge mit Schulen abzuschließen. Es besteht die Möglichkeit, ein wahlobligatorisches Medienfach einzurichten. Dies ist sinnvoll, um Kameraführung, Schnitt und Moderatorentraining durchzuführen. Hier gilt: "Learning by doing", wie im übrigen für das gesamte Projekt, denn professionelle Anleitung ist meist nicht bezahlbar. Jedoch kann man sich Hilfe beim örtlichen offenen Kanal holen, soweit vorhanden. Einige bieten auch kostenfreie Seminare an.

 

Dauer
Vorbereitung: In Laage hat es etwa fünf Jahre gedauert, bis von einem Jugend-TV-Sender gesprochen werden konnte. So viel Zeit ist gewiss einzuplanen, abgesehen von unzählbaren ehrenamtlichen Stunden.
Durchführung: Auf Dauer

 

Arbeitsaufwand
Er ist für den Aufbau eines TV-Senders kaum zu berechnen und hängt sehr stark von der Anzahl der interessierten Jugendlichen ab.

Der Zeit- und Arbeitsaufwand für eine TV-Sendung hängt vom Format ab. Ein Straßeninterview braucht ca. 30 Minuten technische Vorbereitungszeit, je nach Fertigkeiten bis zu 16 Stunden Schnittarbeit. Eine Talkshow benötigt eine intensive inhaltliche Vorbereitungszeit des Moderators, Einladung von Diskussionsteilnehmern, Maske, Sendelayout, Regie (mindestens zwei Personen), Kameraleute (mindestens drei Personen). Im besten Fall wird eine Talkshow live gesendet und sendefähig aufgenommen, so dass der Schnitt wegfällt.

Mitarbeitende: Erfahrungsgemäß werden ca. zehn Personen benötigt, die das Stammteam bilden. Sie sind vor allem auch für die technische Betreuung notwendig. Darüber hinaus sollte man so viele Teams bilden, wie es Sendeformate gibt. Es hat sich bewährt, neben kirchlichen Jugendmitarbeitern vor allem auch Lehrer in das Projekt einzubinden.

Materialien
Mindestens drei Kamerazüge inkl. Regie. Audiotechnik. Lichttechnik für mobile TV Arbeit, sowie für das Studio. Mindestens eine Ausrüstung. Für elektronische Berichterstattung. (Für den TV-Bus ist bis auf die Kamerazüge alles in gleicher Ausführung anzuschaffen.). Sendetechnik.
Kosten: Baukosten: ca. 300.000,00 EUR und 300.000,00 EUR an Eigenleistungen.
Technische Ausstattung: 250.000,00 EUR, wobei nicht alles neu gekauft werden kann und muss.

Links / Homepage
www.elf-tv.de
www.kreativer-jugendtreff.de

 

Wrap up & follow-up actions

---

Effect / experience

Das Stammteam (im Alter von 20-30 Jahren) hat in Laage eine intensive Beziehung zur Kirchgemeinde.

Neben der TV-Arbeit gehört geistliche Arbeit in der Jungen Gemeinde und in Gottesdiensten dazu. Beteiligt sind darüber hinaus je nach Sendeformat Kinder und Jugendliche (ab 8 Jahren) aller sozialen Schichten mit und ohne christlichen / religiösen Hintergrund.

Für die Kirchgemeinde ist die offene Kinder- und Jugendarbeit mit der Besonderheit eines Jugend TV-Senders eine entscheidende Möglichkeit, mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen über christliche Werte und Glauben ins Gespräch zu kommen Über die religiösen Angebote für Kinder und Jugendliche (KinderKirche, Konfirmandenarbeit, Junge Gemeinde) werden im bestens Fall fünf Prozent der Einwohner erreicht. Mit dem Jugend TV-Sender können z.B. ganze Schulklassen erreicht werden.

Rückmeldungen der Teilnehmenden und Mitarbeitenden
Teilnehmende und Mitarbeitende stellen immer wieder fest, dass ihre Medienkompetenz positiv beeinflusst wird.

Die Sprachfähigkeit über Lebens- und Glaubensfragen prägt sich aus bis dahin, dass überhaupt christliche Werte in den Blick kommen.

Kirche wird von "Außenstehenden" nicht mehr als Institution wahrgenommen, sondern als Ort, an dem Fragen des Glaubens und Lebens gestellt und diskutiert werden dürfen, als Ort, an dem Gemeinschaft gelebt wird, wie sie sonst vermisst wird, als Ort, an dem man nicht religiös überfrachtet wird, sondern einen behutsamen Einblick gewährt bekommt.

Tipps für Nachahmer/innen
Da es sich in Vorbereitung, Durchführung und Auswertung um ein äußerst zeit- und arbeitsintensives Projekt handelt, kann der Jugend-TV-Sender ELF gern besucht werden.

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