Pray'n'Stay: eine Nacht im Zeichen des Gebets

Author
a geistreich member
Created at: 2011-11-22
Last major update at: 2011-11-22
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Jugendliche und Schule, Mitgliederbindung, Gemeindeaufbau, Glaubenskurse und Hauskreisarbeit, Andachten, Gebet und Stille, Hochschule und Berufsbildung, Bibelprojekte
Institutions
CVJM Zwingenberg e.V. in Zwingenberg
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: Ca. 6 - 8 Wochen
Execution: Eine Nacht
Votes
one vote
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Pray'n'Stay

Abstract

Pray'n'Stay ist eine Gebetsnacht speziell für Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren.

Situation / context

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Goals

Durch eine zeit- und altersgemäße Gestaltung soll das Thema "Gebet" Jugendlichen vermittelt werden.

Reflection / background

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General information on realization

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Preparation

Pray´n´Stay findet im Rahmen der Allianz-Gebetswoche statt.

Nachdem immer weniger und auch zumeist ältere Gemeindeglieder an den Gebetsveranstaltungen teilgenommen hatten, kam im CVJM Zwingenberg die Überlegung auf, die Allianz-Gebetswoche allgemein attraktiver und speziell für junge Menschen anzusprechend zu gestalten.

Nachdem diese Zielrichtung klar war, setzte sich ein kleines Team von Jugendlichen und Erwachsenen zusammen und konzipierte "Pray'n'Stay".

Dafür wurde das Gemeindehaus großflächig umgestaltet. So wurde aus dem großen Gemeindesaal durch viele große Stellwände ein Raum mit vielen verschiedenen abgeschlossenen Gebetsecken. Diese wurden mit Tüchern, Polstern, Lichtschläuchen und viel Kreativität schön eingerichtet.

In der Mitte des Raumes wurden "Kirchentagshocker" aufgestellt und eine Bühne für die Band aufgebaut.

In den Jugendräumen im Untergeschoss wurden ein Bistro und die Schlafräume eigerichtet.

Die Umsetzung erforderte ca. 4-5 Vorbereitungstreffen, das Einbinden weiterer Helfer, ca. einen Vormittag für die Aufbauarbeit mit ca. 10 Personen (Räume herrichten).

Realization

Ab 19.30 Uhr ging es los, die ersten Jugendlichen kamen und "checkten ein".

Isomatten und Schlafsäcke wurden in die dafür bestimmten Räume gebracht. Anschließend konnte man es sich im Bistro, bei alkoholfreien Cocktails und Knabbereien gemütlich machen.

Um 20.30 Uhr ging es schließlich mit dem ersten Worship-Teil los.

Die "Lift-Band" (Jugendband, welche regelmäßige Jugendgottesdienste gestaltet) aus einem Nachbarort animierte die ca. 80 Jugendlichen zum Mitsingen und schaffte eine schöne Atmosphäre. Ein Anspiel zum Thema Beten und ein kurzer Impuls zum Thema "pray until something happens" regte zum Nachdenken an, bevor schließlich der zweite Worship-Teil startete. Nach einer kurzen Pause, in der frisch gebackene Pizzabrötchen und leckere alkoholfreie Cocktails angeboten wurden, waren alle eingeladen, die verschiedenen Gebetsstationen zu nutzen.

Diese waren durch Schilder gekennzeichnet und sollten sich somit selbst erklären. Passend dazu hingen jeweils einige Bibelverse in den "Pray-Corners". Mitarbeitende standen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Folgende Stationen waren eingerichtet:

  • Pers. Gebet/ Segen/ Seelsorge: Hier hatte man die Möglichkeit, sich zurückzuziehen in kleine abgeteilte "Räume" mit kleinen Tischen und Hockern.
  • Schuld abladen: Hier stand eine Toilettenschüssel, in der die Jugendlichen alles bei Gott abladen konnten. Dies konnte mit Filzstift auf Toilettenpapier geschrieben und in die Toilette geworfen werden.
  • Klagemauer: Bausteine mit Löchern, in die Zettel gesteckt werden durften. Außerdem gab es hier die Möglichkeit, einen Stein (symbolisch für die Last, die ich trage) am Kreuz abzulegen.
  • Liebesbrief: Hier lief die Präsentation von www.e-water.net "Gott hat dir einen Liebesbrief geschrieben", hier war gemütliches Zurücklehnen angesagt. Außerdem gab es Zettel und Stifte mit der Möglichkeit, Gott einen Brief zu schreiben.
  • Stille: Ein Ort, um zur Ruhe zu kommen: Kerzen, gemütliche Sitzecke, Gebet, Bibeln, Bibelstellen auf Kärtchen um die Kerzen herum zum Mitnehmen.
  • Danken und Bitten: Eine große Fläche mit "DANKE" bzw. "BITTE" als Überschrift gab die Möglichkeit mit Farben, Klebstifte, Scheren, Zeitschriften, hier einfach kreativ zu werden.
  • Deine Träume: Hier konnten Träume und Wünsche aufgeschrieben und in ein großes Herz hineingelegt werden. Außerdem gab es die Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden.


Jeder hatte zunächst knapp eine Stunde Zeit, die Atmosphäre der Stationen zu genießen und mit Gott ins Gespräch zu kommen. Parallel dazu war nun auch wieder das Bistro geöffnet.

Um 23.30 Uhr kamen nochmals alle zum letzten gemeinsamen Teil des Abends zusammen (Midnightpray). Hier wurden wieder einige Lieder gesungen, gemeinsam gebetet und ein Segen mitgegeben.

Die Jugendlichen, die nun nach Hause wollten oder mussten, wurden mit dem Segen entlassen, für alle Anderen, denen der Abend noch nicht genug war, ging es jedoch weiter.

Gegen 00.45 Uhr startete "Walk´n´Pray", eine Gebetsnachtwanderung durch den Wald.

An der ersten Station, die unter dem Motto: "Gott und ich" stand, bekam nach einem kurzen Input jeder Teilnehmer ein kleines Gläschen mit einem Teelicht darin, bevor es durch den Wald weiter ging.

Es folgten Stationen mit den Themen "Gott und meine Familie", "Gott und meine Freunde", "Gott und meine Stadt" sowie "Gott und unser Land". Hier gab es jeweils einen kurzen Gedankenanstoß und auf dem Weg die Möglichkeit, eben dafür zu beten.

Wieder im Gemeindehaus angekommen, verköstigte das Küchenteam die Jugendlichen mit Wackelpudding und warmem Kakao (Snack´n´Pray).

Nun konnte es sich jeder gemütlich machen, denn großes Kino war angesagt. Der Film "Climb" erzählte in einer sehr spannenden Weise die Geschichte zweier in ihrer Art völlig unterschiedliche Extrembergsteiger und ihrer Tour auf einen hohen Andengipfel. Das Spannungsfeld zwischen sportlichem Ehrgeiz, Egoismus, Verantwortung und den nicht immer ganz ehrlich gemeinten Interessen des Sponsors wird den Zuschauern sehr deutlich gemacht. Am Ende zeigt der Film sehr eindrücklich und einfühlsam, wie durch den Glauben Versöhnung möglich ist.

Anschließend war kein Programm mehr geplant. Es stand den Jugendlichen frei, schlafen zu gehen oder die Angebote der Gebetsstationen weiter zu nutzen. Zu jeder vollen Stunde versammelten sich jedoch alle wachen Jugendlichen zu einem kurzen Impuls, gemeinsamem Beten bzw. Liedern.

Um 8.00 Uhr stand "Lay´n´Pray", das Wecken, auf dem Programm. Gegen 8.30 Uhr gab es zum Abschluss ein großes Frühstück und anschließend verabschiedeten sich die teilweise etwas müden, aber glücklichen Teilnehmer und Mitarbeitenden.

 

Von 19.30 Uhr bis in den nächsten Vormittag ca. 10.00 Uhr dauerte die Veranstaltung. 

 

Mitarbeitende
Hauptamtliche/r Jugendreferent/in und ehrenamtliche Mitarbeitende des CVJM Zwingenberg und ehrenamtliche Konfi-Mitabeiterinnen der Kirchengemeinde. Während der Aktion gab es zusätzliche Unterstützung durch eine Gruppe Studierender des Marburger Bibelseminars und des Jugendgottesdienstteams (LIFT-Team) aus dem Nachbar-CVJM.

 

Materialien
- Essen, Getränke, Bistrotische etc.
- Trennwände für die Gebetsstationen, Tücher zum Dekorieren und Abhängen
- Liegekissen, Beleuchtung, Licht- und Tontechnik für den Jugendgottesdienst
- verschiedene Arbeitsmaterialien für die kreative Arbeit (Stifte, Papier etc.)
- Toilettenschüssel
- Kerzen
- Bausteine

Kosten

Fahrtkosten für die Marburger, alle weiteren Materialien konnten ausgeliehen werden, die Verpflegung wurde zum Selbstkostenpreis verkauft, für Übernachtung und Frühstück wurden 3 Euro eingesammelt.

 

Link/Homepage
www.cvjm-zwingenberg.de

 

Wrap up & follow-up actions

Diese Veranstaltung fand 2009 statt. Aufgrund der guten Resonanz wurde auch in diesem Jahr pray ´n stay durchgeführt. 

Die Besucherzahl ist auf ca. 120 hochgegangen, wovon ca. 35 auch übernachteten. Eine weitere Veranstaltung ist auch für den kommenden Januar geplant. Wegen baulicher Maßnahmen stand für die letzte Veranstaltung und auch für kommende das Gemeindehaus nicht zur Verfügung, so dass leider auf einen etwas ungünstigeren Ersatzort ausgewichen werden musste.

Geplant ist, dass dies auch ein Teil eines Netzwerks von Veranstaltungen mehrerer benachbarter Gemeinden wird.

Effect / experience

In der Nachbesprechung wurde deutlich, dass das Ziel, Jugendliche zu erreichen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich mit dem Gebet zu beschäftigen, gelungen ist. Für einige war es eine neue Erfahrung, andere konnten auftanken und wieder etwas Neues mitnehmen.

Ca. 80 Jugendliche kamen, knapp 30 Jugendliche blieben übernacht. (120/35 bei der Folgeveranstaltung).

Die Gebetsstationen wurden sehr gut angenommen und genutzt und die Reaktionen waren durchweg positiv. Die Veranstaltung ließ durchweg positive Resonanz verlauten, auch bei nicht direkt beteiligten Gemeindegliedern. Knapp 30 Jugendliche blieben noch zu "walk'n'pray" da.

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