Vom Leben reden. EMMAUS auf den Fildern

Author
a geistreich member
Created at: 2011-11-24
Last major update at: 2011-11-24
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Mitgliederbindung, Kirchenraum und Kirchenpädagogik, Gemeindeaufbau, Erwachsene, Glaubenskurse und Hauskreisarbeit, Interreligiöse Begegnungen, Bibelprojekte, Mission
Institutions
Evangelischer Kirchenbezirk Bernhausen in Filderstadt
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: Ca. 6 - 8 Monate
Execution: Ein auf Dauer angelegtes Projekt mit dreiteiligem Basiskurs auf 5 Abende verteilt.
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Vom Leben reden

Abstract

In verschiedenen Gemeinden eines Kirchenbezirks treffen sich eine oder mehrere Gruppen, um elementare Inhalte des christlichen Glaubens kennen zu lernen.

Wachsende Kirche mit dem Glaubenskurs EMMAUS im Kirchenbezirk Bernhausen (Baden).

Situation / context

EMMAUS wird nicht nur als Glaubenskurs, sondern als Gemeindeaufbauprogramm genützt. Der lange Vorlauf, die Verknüpfung von Gottesdiensten und Hauskreisarbeit, die Nachhaltigkeit durch weitere Kursbücher sprechen dafür.

Finanzierung, Werbung, Fortbildung sowie größere Veranstaltungen geschehen zentral vom Kirchenbezirk aus.

Goals

In verschiedenen Gemeinden eines Kirchenbezirks treffen sich eine oder mehrere Gruppen, um elementare Inhalte des christlichen Glaubens kennen zu lernen.

Impuls und Gespräch wechseln miteinander, so dass die Interaktion im Vordergrund steht. Christen und Menschen, die sich selbst nicht oder nicht dezidiert als Christen verstehen, kommen ins Gespräch. Erstmals wurde von einem Kirchenbezirk zentrale Unterstützung dafür verwirklicht.

Reflection / background

Der Kirchenbezirk Bernhausen sieht im Projekt "Wachsende Kirche" der Ev. Landeskirche in Württemberg einen Schwerpunkt seiner Arbeit.

Oft begegnen uns Unklarheit oder Indifferenz zum Glauben. So besteht die Herausforderung, aber auch die Chance, das evangelische Profil ins Gespräch zu bringen.

Fernstehende, aber auch Kirchenmitglieder ohne gelebte Beziehung zur Kirchengemeinde sollen erreicht werden. Die Erkenntnis, dass viele Menschen zuerst Gemeinde erleben wollen, bevor sie selbst glauben ("belonging before believing"), steht dabei im Hintergrund des Konzepts.

General information on realization

---

Preparation

Durch den Kirchenbezirk:
Information in den Leitungsgremien des Kirchenbezirks (Kirchenbezirksausschuss, Bezirkssynode) und der Kirchengemeinden

  • Auftaktveranstaltung mit Grundsatzreferat
  • Newsletter mit Bitte um Rückmeldung zur Teilnahme und Nennung eines/einer sog. Ortsverantwortlichen
  • Bildung einer Steuerungsgruppe (Leitungskreis)
  • Durchführung von Treffen aller Ortsverantwortlichen
  • Seminar "Vom Glauben reden"
  • Einrichtung einer Homepage
  • Bestellung und teilweise Erstellung des Kursmaterials
  • In den Gemeinden:
  • Beratung im Kirchengemeinderat
  • Suche von Weggefährten und Gesprächskreisleitern
  • Auftakt in den Gemeinden, z.B. in den Gottesdiensten
  • Öffentlichkeitsarbeit (Banner, Gemeindebrief usw.)

 

Realization

Im Kirchenbezirk:
Planung und Durchführung weiterer zentraler Veranstaltungen (Seminar für Mitarbeitende, Konzerte mit persönlichen Glaubenszeugnissen sowie EMMAUS-Osterwanderung für die Öffentlichkeit)

  • Treffen der Ortsverantwortlichen
  • Schulung der Gesprächskreisleiter
  • Sendungs-Gottesdienst für die Mitarbeitenden
  • Kurzberichte in den Leitungsgremien und den Pfarrer-Dienstbesprechunge
  • In den Gemeinden:
  • Wahrnehmung von Kontakten ("Gemeindekontakte phantasievoll nützen") und Einladung zum Basiskurs
  • Anmeldung zu den Gesprächsgruppen und Zuordnung der Teilnehmer
  • Durchführung des Basiskurses (drei Einheiten mit jeweils fünf Abenden), dazwischen Gottesdienste als Meilensteine auf dem Weg des Glaubens und als Brücke zur Gemeinde
  • Öffentlichkeitsarbeit

 

Der Aufwand hängt von Funktion und Aufgabe ab.

  • Für Gruppenleiter: Informations- und Schulungsabende, Vorbereitung und Durchführung des Kurses
  • Für Ortsverantwortliche: zweimonatliche Informationsabende, Kontaktpflege und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Für Personen des Leitungskreises: zweimonatliche bis monatliche Treffen über den gesamten Projektzeitraum.

Materialien
In erster Linie das überarbeitete Kursbuch I, das allen kostenlos zur Verfügung gestellt wurde (jetzt Kursbuch I, Basiskurs 2.0, 2008), weitere Materialien aus den Fortbildungsveranstaltungen. Manche gingen sehr frei mit den Vorlagen um, andere hielten sich akribisch daran.

Das Projekt wird über Opfer und Spenden in den beteiligten Kirchengemeinden finanziert. Teilnehmerbeträge wurden nicht erhoben.

 

Links / Homepage
www.evkifil.de

 

Wrap up & follow-up actions

Im Kirchenbezirk


Evaluation in Zusammenhang mit dem Projekt "Wie finden Erwachsenen zum Glauben?" des Instituts zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG) der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

  • Begegnung mit dem emeritierten anglikanischen Bischof und wichtigen Experten auf dem Gebiet der Evangelisation John Finney im Rahmen des Pfarrkonvents in London
  • Feedback bei der Pfarrer-Dienstbesprechung
  • Zentrale Veranstaltung zur Gemeindeentwickung und zu EMMAUS mit Verantwortlichen der Matthäusgemeinde Münster, die eine lange Erfahrung mit EMMAUS hat.


In den Gemeinden

  • Beendigung, Fortführung, Neubeginn der Kurse
  • Integration von EMMAUS-Teilnehmern in die Hauskreise
  • Kurse für Zielgruppen , z.B. Konfirmandeneltern

 

Effect / experience

Etwa 150 bis 180 Teilnehmende, davon 60% Frauen

  • sieben von 16 Gemeinden sind bisher beteiligt
  • Durchschnittlich acht Teilnehmende pro Kurs (bei teilweise mehreren parallelen Kursen pro Gemeinde), dazu ein Leitender und zwei Begleitende
  • Altersspektrum von 18 bis 75 Jahren mit großem Schwerpunkt bei 35- bis 50-jährigen
  • Das Gros der Teilnehmenden im ersten Jahr des Projekts stand der Kirchengemeinde bereits recht nahe und wollte vertiefende Informationen über den eigenen Glauben erhalten.
  • Knapp zehn Prozent der Teilnehmenden betrachteten sich selbst als der Kirche fernstehend.
  • Die Verknüpfung der Kurse mit den Gottesdiensten der Gemeinde spielt eine wichtige Rolle.

Bei den allermeisten Teilnehmenden Begeisterung über die offene und freundliche Atmosphäre, vor allem auch über die Gespräche in kleinen Gruppen (max. 5 Personen).

Kursabende wurden als gewinnbringend gesehen.

Mitarbeit in verschiedenster Form in der Kirchengemeinde, oft bereits während des Kurses, war für viele Teilnehmende sehr motivierend.

Viele Teilnehmende erlebten das Miteinander in den Kursen als einen exemplarischen Ausschnitt dessen, was Kirche ist bzw. sein sollte.


Tipps für Nachahmer/innen

Die Gemeindeleitung muss hinter dem Projekt stehen. Aufwand nicht zu hoch fahren, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Vorlauf von einem Jahr einplanen (Bekanntmachen, dafür beten, Bewusstsein wecken, Beziehungen entdecken). Nur mit dem Ziel durchführen, es nicht einmal zu machen, sondern nachhaltig in der Gemeinde zu verankern.

Aus den Materialien muss man auswählen und sie für die jeweilige Gruppe adaptieren.

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