Schaufensterchristen

Author
a geistreich member
Created at: 2010-05-20
Last major update at: 2010-05-20
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Jugendliche und Schule
Institutions
Evangelische Christuskirchengemeinde in Bad Vilbel
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: 60 Tage
Execution: 7 Tage
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3 votes
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Schaufensterchristen

Abstract

Jugendliche leben für eine Woche in einem leer stehenden Geschäft in einer Einkaufsstraße. Aber sie leben dort nicht nur, sondern sie laden als junge Christen zu Gesprächen und Andachten zu sich ein.

Situation / context

Kirche lädt nicht nur in die eigenen Räume ein, sondern sie kommt in die Einkaufsstraße und ist "mitten im Leben" präsent. Gespräche und Andachten gibt es nicht nur sonntags oder abends in privaten Hauskreisen, sondern "mitten im Leben" einer Stadt.

Goals

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Reflection / background

Das Projekt ist angeregt worden durch eine ähnliche Aktion viele Jahre zuvor in Marburg, die in Bad Vilbel am Rande wahrgenommen worden war. Im Sommer 2008 kamen nun einigen Jugendliche aus der Gemeindemitarbeiterschaft auf den Gemeindepfarrer zu und sprachen ihn auf das damals erwähnte Projekt an und suchten nach eigenen Möglichkeiten der Verwirklichung.

General information on realization

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Preparation

Voraussetzung für das Projekt "Schaufensterchristen" ist ein geeigneter leer stehender Geschäftsraum, der möglichst aus mehreren Räumen besteht oder so groß ist, dass er intern abgeteilt werden kann. In einem vorderen Teil sollte Platz für Präsentationen und ein Bistro oder Café sein, ein hinterer Teil sollte Rückzugsraum zum Wohnen und Schlafen der Hausbewohner sein. Toilette, Strom und Wasser sind unerlässlich.
Im Weiteren braucht man 10-15 geeignete jugendliche Christen, die mit Freude und Glaubensstärke eine solche Woche gestalten wollen und können. Eine erwachsene Begleitung (Gemeindepädagog/in, Pfarrer/in o.a.) ist sicher sinnvoll.
Der Vorbereitungszeitraum war bei der Premiere im Jahr 2008 mit zwei Monaten sehr kurz. Trotzdem konnte ein attraktives Wochenprogramm gestaltet werden.
Die Öffentlichkeitsarbeit begann mit einem Pressetermin vor Ort zehn Tage vor dem Bezug des Hauses. In diesem Zeitraum wurden auch die Schulklassen und die Gemeinde zum Besuch im Haus der Schaufensterchristen eingeladen.

Realization

Sonntags nach dem Gottesdienst wurde das am Tag zuvor bezogene Haus (ca. 200m von der Kirche entfernt) mit einem "Kirchencafé" eröffnet. Die Woche stand unter dem Motto "Eine Woche meines Lebens" und behandelte jeden Tag ein Thema aus der Lebenswelt der jugendlichen Bewohner:

  • "Meine Ängste", "Meine Hoffnungen", "Meine Träume" bis hin zu "Mein Tod".

Diese Themen wurden mit Installationen u.ä. täglich neu gestaltet. Die Gespräche mit den Besuchern/Schulklassen drehten sich teilweise intensiv um diese Themen, teilweise allgemein um das Christsein und die Aktion an sich.
Presse und Hörfunk haben im Laufe der Woche mehrfach über die "Schaufensterchristen" berichtet und zu den täglichen Abendandachten kamen regelmäßig so viele interessierte Jugendliche und Erwachsene, dass der Raum kaum ausreichte. Das gemeinsame Singen zog sich fast jeden Tag noch lange in den Abend hinein.
Die Hausbewohner gingen gleichzeitig ihrem Alltag nach: Schule, Vereine u.ä. teilweise (manches fiel in dieser Woche auch aus), Fahrstunde, Beruf. Ein paar Studenten konnten aufgrund der Sommersemesterferien ganz bei den Schaufensterchristen bleiben und so vormittags die angemeldeten Schulklassen begleiten.
Zur Zeit des Abendessens und nach der Abendandacht war das Haus für Fremde geschlossen, so dass es auch Zeiten für die Bewohner untereinander gab - nicht zuletzt auch für die tägliche Besprechung beim Abendessen.

 

Materialien:

was man zum Leben und für ein Bistro braucht

 

Kosten:

Diese sind nur in sehr geringem Maße entstanden - für einige Kopien sowie für die täglichen Mahlzeiten im Haus selbst - schließlich auch für ein gemeinsames Abschlussessen im Restaurant.

Für alle Materialien konnte auf private und gemeindliche Ressourcen zurückgegriffen werden.

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

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Adopted and refined

    Connected content

    • Andachten anders
      Anders sind diese Andachten, weil sie an einem anderen Ort und in anderen Formen gefeiert werden.
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    • Tosamen
      Jugendliche in der Gemeinde sind teilweise Zielgruppe, teilweise als Aktive auch selber Veranstalter und Organisatoren.
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    • Schaukasten
      Öffentlichkeitsarbeit wendet sich an die kirchliche und nicht-kirchliche Öffentlichkeit.
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