Wenn der Vater mit dem Sohne ...

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a geistreich member
Created at: 2011-11-24
Last major update at: 2011-11-24
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Männer
Institutions
Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Jakobi Itzehoe in Itzehoe
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: Ca. 3 - 4 Monate
Execution: 1 Wochenende
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Wenn der Vater mit dem Sohne

Abstract

Väter, Paten und Söhne erleben ein gemeinsames Wochenende, an dem sie miteinander ins Gespräch kommen, sich wahrnehmen und Bewahrung durch Gott erfahren. Ein Projekt des Kirchenkreises Dithmarschen (Schleswig-Holstein)

Situation / context

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Goals

Das Element Wasser verdeutlicht, welch unterschiedliche Bedeutungen die Taufe hat: Wasser ist gefährlich und tötet ("in den Tod getauft"), Wasser ermöglicht Leben, Wasser reinigt. Diese Wirkungen der Taufe werden am Wochenende erlebt. Väter, Paten, Söhnen wird ein anderes gegenseitiges Kennenlernen und Erleben in einem geschlechtsspezifischen Raum ermöglicht.

Reflection / background

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General information on realization

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Preparation

Das Projekt wurde im Rahmen des Taufprojektes Dithmarschen durchgeführt.
Es entstand während der Vorbereitung des Parallelprojektes "Frauen an der Quelle".

Realization

Zu Beginn wurden die Zelte aufgebaut.

Nachdem Vater und Sohn dabei enger in Kontakt gekommen waren, gab es eine spielerische Kennenlernrunde.

Der thematische Einstieg wurde anschließend im Kreis angeleitet. Um den Übergang von (Arbeits-)Woche zu Wochenende zu gestalten, wurden die Vater-Sohn-Paare auf einen Waldspaziergang geschickt. Sie sollten gemeinsam Gegenstände suchen, die etwas Gutes ausdrücken, eine frohe Erwartung und Freude (z.B. eine Blüte oder einen grünen Zweig) oder etwas Schweres, das abgelegt werden soll (ein Stein, ein totes Stück Holz). In der folgenden Gesprächsrunde wurden die Gegenstände dann in einem Gebet in die Mitte gelegt.

Für das Wochenende war wichtig, dass auch die Verpflegung in Eigenregie organisiert wurde und neue Erfahrungen ermöglichte.

Die Perikope von der Sturmstillung (Markus 4,35-41) bestimmte den Samstag.

Mit Impulsfragen wie

  • Was würden wir gern hinter uns lassen?
  • Wo fühlen wir uns ausgebrannt?
  • Würden wir gern zu neuen Ufern aufbrechen?

wurden die Männer in Kanus geschickt. Väter und Söhne wurden aufgefordert, beim Paddeln einander zu erzählen, welche Herausforderungen sie durchlitten und überstanden haben, wer und was ihnen geholfen hat und was sie daraus gelernt haben.

Nach der Mittagspause gab es für die Rückfahrt einen neuen Input:

  • Wie ist das mit der Angst der Jünger angesichts der Wellen?
  • Wo bleibe ich mit meiner Angst?

In einer Erzählrunde wurde die Tour anschließend reflektiert.

In der Abendandacht ging es dann um die Frage, wer denn Jesus ist (Markus 4,41). Die Männer und Jungen, die sich nur für eine Nacht angemeldet hatten, wurden mit einem Reisesegen verabschiedet.

Im Gottesdienst am Sonntagmorgen wurde gefragt, wie es nach der Erfahrung der Sturmstillung im Alltag weitergeht. Jesu Zusage der Taufe wird vergegenwärtigt: "Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28, 20).

Den Abschluss bildeten ein gemeinsamer Waldspaziergang und der Reisesegen.

 

Bei zwei Vorbereitungstreffen im Team erfolgte die Planung. Kanus, Geschirr und Leensmittel wurden besorgt. Kosten entstehen für Verpflegung, Bootsmiete und Zeltplatz.

Wrap up & follow-up actions

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Effect / experience

Zu dem Projekt kamen 27 Männer aus ganz unterschiedlichen Orte, die meisten ohne eine engere kirchliche Bindung: 13 Väter bzw. Paten aus verschieden Milieus (z.B. Landwirte, Lehrer, Erzieher, Krankenpfleger) und 14 (Paten-)Söhne im Alter von acht bis 17 Jahren.

Die Hälfte der Männer hatte sich nur für eine Nacht angemeldet. Einige wollten gern einmal erleben, was ihre Söhne bei Pfadfindertouren machen, andere wollten mit dem Patensohn auf Spurensuche der Taufe gehen. Für einige war die gemeinsame Aktivität - beim Zeltbau angefangen - eine Herausforderung.

Die Gespräche beim Paddeln waren einerseits sehr tiefgehend, andererseits gestalteten sie sich etwas schwierig, da man beim Paddeln hintereinander sitzt. Die Schwierigkeit, sich aufeinander verlassen zu müssen, ohne sich ansehen zu können, war aber auch intendiert.

Beim abschließenden Spaziergang wurden unter den Erwachsenen verschiedene Erziehungsfragen angesprochen: Wie begegne ich meinem Sohn zu Hause? Wie kann ich ihn erziehen? Wie geht man mit Fernsehen und Computer sinnvoll um? Wie kann es gelingen, den Jungen Gott als liebenden Vater und Mutter vorzuleben?

 

Es gab viele positive Reaktionen und spontane Anmeldungen für eine Wiederholung.

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