Beteiligungsbogen

Author
a geistreich member
Created at: 2011-11-28
Last major update at: 2012-07-16
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Gemeindeaufbau, Ehrenamtliche
Institutions
Wicherngemeinde Heidelberg-Kirchheim in Heidelberg
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: no information
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Ausschnitt eines Beteiligungsbogen

Abstract

Mit einem als Formular gestaltetem Papierbogen werden Gemeindeglieder aufgerufen, sich nach Möglichkeit und Fähigkeit(en) in der Gemeinde zu beteiligen.
Dazu werden in verschiedene Bereiche aufgeteilte Aufgaben als Beispiel sowie (auf der Rückseite) Beispiele bereits existierender Gruppen genannt. Durch durch einfaches Ankreuzen kann jeder sein Interesse an bestimmten Themen oder Gruppen signalisieren. Vertreter der Gemeinde nehmen dann Kontakt zu den Interessenten auf.

Situation / context

In einer Kirchengemeinde gibt es eine große Mengen an Aufgaben, die schon jetzt oder zukünftig von Gemeindeglieder ehrenamtlich statt von bezahlten Profi-Kräften übernommen werden.  Diese Aufgaben reichen von einfachen Diensten mit oder ohne fachliche Kenntnisse bis hin zu lithurgischen oder repräsentativen Aufgaben.

Sehr viele dieser Aufgaben können von Gemeindegliedern erledigt werden, die Zeit erübrigen können und dabei ihr fachliches Wissen oder ihre Lebenserfahrung einbringen. Das spart nicht nur Geld, sondern belebt auch die Gemeinde. Zudem wird die Bindung dieser Gemeindeglieder durch den entstehenden persönlichen Bezug enger.

Goals

Mit dem Beteiligungsbogen sollen bislang eher kirchenferne Gemeindeglieder oder (passive) Gottesdienstbesucher über vielfältigen Möglichkeiten einer aktiven Beteiligung am Gemeindeleben informiert werden. Gleichzeitig sollen sich Interessierte mit dem als Formular gestalteten Bogen auf sehr einfache (niederschwellige) Weise melden und ihre Fähigkeiten und Mitarbeit anbieten.

Die Gemeinde soll also von mehr Menschen als bislang getragen und belebt. Zudem kann sie zumindest teilweise finanziell unabhängiger werden.

Reflection / background

Der Aufruf zu konkreter Hilfe grenzt sich zu "üblichen Bettelaufrufen" ab, bei denen um rein finanzielle Hilfe geworben wird. Die Erfahrung zeigt, dass die Bereitschaft zu einer Hilfe deutlich größer ist, wenn dadurch ein konkretes, nahestehendes Ziel unterstützt wird, oder wenn eine persönliche Bindung bei der Hilfe entstehen kann.

Beides wird durch die Aufforderung nach Mithilfe, bzw. Mitarbeit in der eigenen Gemeinde betont. Die finanzielle Unterstützung spielt bei diesem Aufruf keine Rolle. Dadurch wird auch der Eindruck vermieden, die Kirche sieht bei Hilfeaufrufen am Menschen vorbei und schaue nur auf desssen Geld.

General information on realization

Der gesamte Bogen wurde dabei mit Betonung auf Unverbindlichkeit gestaltet.

Preparation

Im aktuellen Beispiel wurde der Beteiligungsbogen von zwei Gemeinden entwickelt. Wichtig bei der Nennung der Aufgaben und Tätigkeits-Felder ist es, die wichtigen (ggf. auch vakanten) Bereiche der Gemeinde(n) zu erfassen. Zudem sollten alle Bereiche (Lithurgie, Küchen- und Putzdienste, Öffentlichkeitsarbeit, Besuchs- und Kirchendienste, etc.) gleichberechtig aufgelistet werden.

In jedem Bereich wurde zudem im konkreten Beispiel Platz für weitere Tätigkeiten oder Ideen gelassen.

Realization

Der Beteiligungsbogen wurde nach Fertigstellung in den Gottesdiensten angekündigt. Konkret entstand der Bogen in Vorbereitung einer Dialogpredigt und wurde bereits dort als Idee genannt.

Eine erste Veröffentlichung erfolgte im Gemeindeboten in einer Ausgabe, die an alle Gemeinde-Haushalte verschickt wurde (siehe auch das Konzept des Gemeindeboten; insb. Ausgabe Dezember 2011). Dadurch wurde ein größtmögliche Zielgruppe angesprochen. Zudem wurde so deutlich, dass sich dieser Bogen an alle(!) Gemeindeglieder richtet - dass, anders ausgedrückt, jeder(!) in seiner Gemeinde mithelfen, bzw. sich beteiligen kann.

Gleichzeitig steht der Beteiligungsbogen als .pdf-Datei zum Herunterladen auf den Internet-Seiten der Gemeinden bereit.

Bei diversen Veranstaltungen (Gottesdiensten, Gemeindefesten und -feiern) wird die gedruckte Version ausgelegt und über einen Zeitraum von mehreren Wochen beworben.

Wrap up & follow-up actions

Menschen, die einen Fragebogen ausgefüllt und eingereicht haben, werden vom Pfarrer zeitnah angesprochen. Diese Aufgabe kann auch eine ehrenamtliche Person übernehmen, die in einem Bereich/einer Gruppe aktiv ist, für den auf dem Fragebogen Interesse bekundet wurde.

Effect / experience

Die Rückmeldung auf den Fragebogen war erschreckend gering. Es sind nur vereinzelnd Bögen ausgefüllt worden. Die erhoffte Belebung von zumindest einzelnen Bereichen des Gemeindelebens ist ausgeblieben.

Adopted and refined

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      Ehrenamtlich Mitarbeitende der Kirche brauchen unterstützende Rahmenbedingungen. Auch muss das Verhältnis zu den Hauptamtlichen geklärt sein.
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