Fundraising und das "Prinzip Hoffnung"

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ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 29.05.2010
Letzte größere Änderung: 30.05.2010
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Fundraising & Förderung
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Kirchenkreis Bonn
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Leuchtturm

Kurzbeschreibung

Die Kirche braucht viel Geld. Dabei hat es sich gezeigt, daß NEUE WEGE gegangen werden müssen. Offiziell heißt das hier im Kirchenkreis Bonn "FUNDRAISING".

Situation / Kontext

Die Kirche braucht viel Geld. Dabei hat es sich gezeigt, daß NEUE WEGE gegangen werden müssen. Offiziell heißt das hier im Kirchenkreis Bonn "FUNDRAISING".

Die bisherigen routinemäßigen Sammlungen im und nach dem Gottesdienst erfüllen ihren Zweck nur noch teilweise. Ich kenne jemanden, der einkommensmäßig in der Nähe von Hartz IV anzusiedeln ist und der  sich durch die "Sammlung im Gottesdienst" gehindert sieht, überhaupt noch in die Kirche zu gehen: Das Sammeln im Gottesdienst sei eine "moralische Erpressung", dem müsse man sich nicht beugen (Zitat).

Im Kirchenkreis Bonn gibt es seit einiger Zeit eine nette junge Dame, die als "Fundraiserin" angestellt ist. Da hat sich also nun einiges geändert und es ist interessant, einmal zu beobachten WAS sich da "geändert" hat.

Ziele

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Reflexion / Hintergrund

In meiner früheren Zeit eigener kirchlicher "Haus-zu Haus-Samlungen" (die  gibt es heute nicht mehr) wurde immer wieder deutlich, daß es viele Menschen gibt, die GERNE spenden, WENN  außer einem "Danke" noch das "Prinzip Hoffnung" hinzukommt. Meine Sammelbesuche wurden manchmal sogar "erwartet", in der Hoffnung, daß außer mir vielleicht auch mal der Pfarrer persönlich vorbeikommen würde, um den bisweilen dringend erhofften geistlichen Beistand in Not und Krankheit zu leisten.

 

Im benachbarten katholischen Bad Godesberger Kirchenkreis hat man KONZERTE veranlaßt und die in diesem Fall sehr umfangreich eingehenden Spenden zur Einrichtung (und späteren Fortführung) von zwei neuen Klostergemeinschaften verwandt. Das "Prinzip Hoffnung" ist hier besonders intensiv angesprochen worden. Erreicht werden soll in Bad Godesberg  

  • (1) eine Verbesserung der Kindergarten- und Jugendarbeit,
  • (2) eine Verbesserung der Erreichbarkeit geistlicher Hilfe durch die Klosterbrüder und Schwestern (es gibt auch evangelische Klöster),
  • (3) mehr Bürgernähe und Gemeinschaftssinn.

Der katholische Bad Godesberger Stadtdechant ist nebenberuflich promovierter Politikwissenschaftler, das mag die sehr professionelle Umsetzung dieser Idee begünstigt haben.

 

Wir haben hier im Bonner Raum eine weitreichende Zusammenarbeit zwischen allen christlichen Kirchen: Ich war zum Beispiel auch mal in der benachbarten Evang. Luth. Freikirche zu Gast. Dort hatten sie Tomaten als "Fundraiser" mitgebracht. Draußen vor der Kirche hatte ein Tomatenliebhaber seinen Stand, der kannte jede einzelne seiner Tomate bei ihrem jeweiligen lateinischen Namen und wußte auch wie sie denn später einmal schmecken und aussehen würden. Wir durften uns einfach welche mitnehmen. Natürlich mit der unausgesprochenen Bitte, doch etwas in den kirchlichen Topf zu tun.

 

Auch hier, in der Freikirche, das "Prinzip Hoffnung". Einerseits die Hoffnung, daß es vielleicht mal im nebenbei sichtbaren Spendentopf "knistert", dann die Hoffnung auf ein nettes GESPRÄCH und natürlich auch die Hoffnung auf eine reiche kirchliche Tomatenernte. Gerade DIESE Tomaten sind ja nun wohl besonders von Gott GESEGNET, könnte man meinen. Spaß hat mir gemacht, daß ich noch darum gebeten wurde, mir eine Spendenquittung fürs Finanzamt geben zu lassen. (diese Art Hoffnung  gibt es beim Klingelbeutel natürlich NICHT, - ein GROSSER Nachteil), hier AUCH  bei den Tomaten gibt es wieder das"PRINZIP HOFFNUNG" hier verbunden mit der Hoffnung auf den nicht ausbleibenden späteren "steuerlichen Segen" vom Finanzamt.

 

Ich denke, wenn wir etwas BEWEGEN wollen, DANN sollten wir auch mal provokativ argumentieren, wie zum Beispiel zum Thema "Geld sammeln im Gottesdienst" (siehe oben). Insoweit bitte ich also um Verständnis. Natürlich wird niemand den Klingelbeutel abschaffen. Ich erinnere mich noch daran, daß wir 1945 in der großen Schloßkirche in Osterode/Harz sonntäglich etwa 11 - 12 Reichsmark (RM) im Klingelbeutel hatten und daß man zu der Zeit nur 0,04 RM für ein Brötchen bezahlen mußte, wenn man denn eine Lebensmittelkarte (mit restlichen Brötchenabschnitten drauf) hatte. Elf RM waren also VIEL Geld. Aber wir wollen ja JETZT vieles ÄNDERN und das mit dem Klingelbeutel gefällt mir selber auch nicht, da muß ich mal ehrlich sein. Kaum habe ich mich - unmusikalisch wie ich bin - auf ein Lied konzentriert, dann kommt dieses Ding vorbei und manchmal "knistert" es sogar ganz schön und ich kann mir das viele "knistern" selber auch gar nicht leisten.

 

Meine Idee, die ich mit dieser Aktion verbinde, ist es aus ERFAHRUNGEN anderer zu zu lernen und dann mal zu überlegen, WAS denn davon bei uns hier gehen könnte. Schließlich ist ja alles schon mal dagewesen, - - - irgendwo.

 

Weitere Verweise:

Elektronischer Klingelbeutel

WM: Kirchen-Balkonplätze verlosen

Kirchliches Internet-Café

http://www.fundraising-evangelisch.info

 

MAL SEHEN, ich werde sicher GERNE und viel hier bei uns in "ziemlich evangelisch" virtuell "herumwandern". Vielen dank für die Erlaubnis, daß ich mit dabei sein darf.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

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Durchführung

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Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

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Aufgegriffen und weiterentwickelt

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